BÜRGLI (BURGSTELLE ZWIESELBERG) Weltweit | Europa | Schweiz | Kanton Bern | Verwaltungskreis Thun | Reutigen |
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| Allgemeine Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Etwa 200 Meter langes, in drei Teile gegliedertes Erdwerk aus vorrömischer Zeit am östlichen Ende des Zwieselbergs. Im Mittelalter wurde auf der höchsten Kuppe dieser Anlage ein Turm errichtet, dessen Grundmauern noch erkannbar sind. In den Schriftquellen findet die Anlage keine Erwähnung. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Informationen für Besucher | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bilder | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Urgeschichte (Hg.) - Jahresbericht der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte, 2. Jhg. , 1909 | Zürich, 1910 | S. 94 | bearbeitet von O. Steimann, 2026 |
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| Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Grosses Erdwerk mit kleiner Turmruine
Beim sogenannten «Bürgli», das sich am östlichen Ende des Zwieselbergs befindet, handelt es sich um eine eindrückliche, etwa 200 Meter lange Wehranlage, die sich deutlich in drei Teile gliedert. Auf der leicht zugänglichen Westseite befindet sich ein kleines Vorwerk ohne Spuren einer Bebauung. Nach einem ersten, etwa 4 Meter tiefen Graben folgt das 100 Meter lange Hauptplateau, das gegen Süden hin durch eine steile Böschung geschützt ist. Auch hier sind keine Spuren von Steinbauten erkennbar. Ein markanter zweiter Graben trennt diesen Hauppteil vom höchsten Punkt: einer kegelförmigen, felsigen Anhöhe im östlichsten Teil des Areals. Hier stehen die stark verwitterten Mauerreste eines Turms mit einem nahezu quadratischen Grundriss mit etwa 8 Metern Seitenlänge. Das Mauerwerk dürfte ursprunglich bis zu 1,8 Meter dick gewesen sein. Hinter dem Turm fällt das Gelände über eine kleinere und eine grössere Terrasse schliesslich steil gegen die Simmentalstrasse hin ab. Ursprünge in vorrömischer Zeit Die Anlage auf dem Zwieselberg muss in verschiedenen Epochen bewohnt gewesen sein – das Erdwerk stammt wohl noch aus vorrömischer Zeit. In der ersten Hälfte des 19. Jhdts. wurden auf dem Gelände ein kupfernes Beil sowie eine bronzene Lanzenspitze gefunden. Archäologische Untersuchungen, die eine genauere Datierung ermöglichen würden, haben bis heute aber nicht stattgefunden. Nutzung des Areals im Mittelalter Umstritten ist die Datierung der Turmruine. Bei einer Untersuchung im Sommer 1955 wurden hier unter einer Schuttschicht aus Kalkmörtel sieben römische Münzen aus dem 1. bis 3. Jhdt. gefunden, der Turm daraufhin als römisch gedeutet. Diese Interpretation hat sich jedoch nicht durchgesetzt, denn das noch vorhandene Mauerwerk erscheint hochmittelalterlich. Der Turm gehörte daher zu einer kleinen Burganlage, die sich wohl nur über den östlichen Teil des älteren Erdwerks erstreckte. Zu Bauherrschaft und Bewohnern schweigen sich die Quellen aus. Die in der älteren Literatur geäusserte Vermutung, dass es sich um den ältesten Wohnsitz der Freiherren von Strättligen handeln könnte, ist reine Spekulation. Zur Burg gehörte eine im westlichen Vorgelände (Glütsch) gelegene Siedlung. Bei Ausgrabungen 2013 konnten hier die Grundmauern zweier Gebäude freigelegt werden – eines davon wird als Herberge oder Taverne gedeutet. Sie entstanden zwar frühestens im Spätmittelalter, zeigen aber die Bedeuetung des Geländesattels bei der Burg auf, über den die alte Strasse von Thun ins Simmental führte. |
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| Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Literatur | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Webseiten mit weiterführenden Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
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