BURG GRAFENSTEIN
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Allgemeine Informationen
Kleine Ruine mit wenigen Mauerresten auf einem Hügel auf der Nordseite über dem Zugang zum Diemtigtal. Die Wehranlage, zu deren Geschichte keine mittelalterlichen Quellen vorliegen, bildete somit das Gegenstück zur Burg Diemtigen (Hasenburg).
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 46° 39’ 18.20“ N, 07° 34’ 55.50“ E
Höhe: 750 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 610.980 / 167.100
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Von Spiez her kommend auf der Kantonsstrasse 11 das Simmental aufwärts bis nach Wimmis fahren. Wo die Strasse kurz nach Wimmis die Simme überquert, vor der Brücke links abbiegen und der Burgholzstrasse am südlichen Flussufer talaufwärts über Burgholz bis nach Oey folgen. Hier links in die Diemtigtalstrasse abbiegen und gleich nach Überquerung der Bahnlinie links in den Feldweg und dann gleich wieder rechts in die Bächlenstrasse einbiegen. Dieser rund 800 m bergauf folgen, bis nach dem Hof Lätzesite rechts die Bühlenweidlistrasse abzweigt und in westlicher Richtung direkt auf den Burghügel zuführt. Parkmöglichkeiten in der Umgebung.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Mit der Bahn ab Bern bis Spiez, dann mit dem Regionalzug R11 (in Richtung Zweisimmen) bis zur Haltestelle Oey-Diemtigen fahren. Ab hier dem markierten Wanderweg nach Oey und vom Dorf in südöstlicher Richtung steil bergauf bis nach Bühlenweidli folgen. Hier bach Osten vom Wanderweg abbiegen und dem Strässchen bis zum Burghügel zwischen den Höfen Melzenboden und Grafenstein folgen (Zustieg ca. 20 Min.).
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
ohne Einschränkung
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht möglich
Bilder
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Grundriss
Grundriss Grafenstein
Quelle: gezeichnet von O. Steimann, 2026
Historie
Genau ein Kilometer östlich der Burg Diemtigen (Hasenburg) befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Zugangs zum Diemtigtal die Ruine einer zweiten Burganlage. Sie stand auf einem Hügel im Melzenboden, der gegen Norden hin steil abfällt. Möglicherweise diente diese Seite als Steinbruch beim Bau der Burg.
Von der mittelalterlichen Wehranlage sind nur noch wenige Spuren vorhanden. Ihr Zentrum bildete einst ein Turm, dessen qudratischer Grundriss eine Seitenlänge von etwas mehr als 6 Metern aufweist. Vor allem auf der Südseite ist sein stark verwitterter Sockel noch gut sichtbar. Weitere Mauerreste ziehen sich auf der Nordseite der Abbruchkante entlang. Sie reichen über die Fläche des Turms hinaus und deuten an, dass er von weiteren Gebäuden oder einem Bering umgeben war. Während das Gelände auf der Westseite in einen schmalen Grat mündet, hätte es auf der Ostseite ausreichend Platz für einen Wohntrakt oder einen kleinen Burghof geboten.

Über die Geschichte der Burg und die Entstehung des Namens Grafenstein schweigen sich die Quellen aus. Sie stand am alten Weg entlang der Südflanke des Simmentals und war wohl der Wohnsitz eines Dienstmanns der Inhaber der Herrschaft Diemtigen. Falls die Anlage vor 1250 entstand, waren das die Freiherren von Strättlingen. Vielleicht bezieht sich der Burgname aber auf die Grafen von Kyburg, die die Herrschaft Diemtigen 1257 in ihren Besitz brachten.
Die fehlenden Quellen sind ein Indiz dafür, dass Grafenstein schon früh wieder aufgegeben wurde. Später dürfte die Ruine als Steinbruch für den Bau der umliegenden Bauernhöfe genutzt worden sein. Eine wissenschaftliche Untersuchung ist bislang ausgeblieben.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente
Literatur
  • Bitterli, Thomas - Schweizer Burgenführer, mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein | Basel/Berlin, 1995 | Nr. 115
  • Liechti, Erich - Burgen, Schlösser und Ruinen im Simmental | Thun, 2021 | S. 60-61
  • Moll, Heinz J. - Ruinen von Burgen und Sakralbauten im Kanton Bern | Norderstedt, 2019 | S. 45-46
  • Von Fischer, Rudolf - Die Burgen und Schlösser des Kantons Bern: Berner Oberland, I. Teil | Basel, 1938 | S. 28-30
  • Wellauer, Wilhelm - Neues über umstrittene alte Burgen im Niedersimmental | In: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde, 2. Jhg. | Bern, 1940 | S. 27
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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