SCHLOSSBERG-TURM (OBERES CURTIHAUS)
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Allgemeine Informationen
Das Haus Schlossberg an der Hintergasse 32 in Rapperswil enthält sichtbares Mauerwerk eines turmartigen Baus aus dem 14. Jhdt. Wer diesen Turm errichtet hat, ist unbekannt. Der bereits auf den ältesten Stadtansichten erkennbare Steinbau wurde nach 1700 stark umgestaltet. Ab dem 19. Jhdt. gehörte er der Familie Curti und wird deshalb auch «Oberes Curtihaus» genannt.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 47° 13' 35.65" N, 08° 48' 51.44" E
Höhe: 410 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 704.180 / 231.540
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Von Süden her: Die Autobahn A3 bei Pfäffikon (SZ) verlassen und den Zürichsee auf dem Seedamm überqueren.
Von Norden her: Die Autobahn A53 bei der Ausfahrt Rapperswil verlassen und in südlicher Richtung über die Rüti- und Zürcherstrasse bis in die Innenstadt weiterfahren. Zahlreiche kostenpflichtige Parkmöglichkeiten im Stadtzentrum.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Der Bahnhof Rapperswil ist aus allen Himmelsrichtungen sehr gut erreichbar. Der Schlossberg-Turm befindet sich südlich der Burg in der Altstadt.
Wanderung zur Burg
Der Schlossberg-Turm ist sowohl durch die ViaJacobi als auch durch den Züri Oberland-Höhenweg und den Zürichsee-Rundweg erschlossen.
Öffnungszeiten
Privatbesitz, nur Aussenbesichtigung möglich.
Eintrittspreise
-
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
von aussen ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
möglich
Bilder
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Grundriss
Grundriss Schlossberg-Turm
Quelle: auf Basis des Katasterplans gezeichnet von O. Steimann, 2015
Historie
Rund um die Burg Neu-Rapperswil entstand im Spätmittelalter nicht nur eine befestigte Stadt, es siedelten sich auch Ministerialen der Grafenfamilie an, die eigene Wohnstätten errichteten. Neben dem gut erhaltenen Brenyturm lässt sich auch das Haus Schlossberg diesem Typus zurechnen. Es steht am Fuss des Rebhangs auf der Südseite des Burghügels und damit im ältesten Teil der Stadt.
Bei der letzten Restaurierung wurden frühere Vermutungen bestätigt, dass im Kern des stattlichen Hauses ein Turmbau aus dem 14. Jhdt. steckt. Er nahm den südöstlichen Teil des Gebäudes gegen den Curtiplatz hin ein. Auf der Südseite ist das Mauerwerk im Erdgeschoss heute wieder gut erkennbar.

Wer den Turm errichtet hat, ist unbekannt. Auf den frühesten Stadtansichten aus dem 16. Jhdt. ist er als steinernes Haus eingezeichnet. Im Jahr 1700 wurde dieses samt zugehörigem Weinberg vom Seidenhändler Anton von Brentano erworben. Er stammte aus Griante am Comersee und war kurz zuvor Bürger von Rapperswil geworden. Brentano erhöhte das Gebäude um ein Stockwerk und liess neue Räume einbauen. Offenbar stammt auch das Kellerportal auf der Südseite aus jener Zeit – es trägt die Jahreszahl 1700. Darüber liess Brentano eine kleine Nische mit einer Statue des hl. Antonius von Padua anbringen, seinem Namenspatron.

Im 19. Jhdt. erwarb die Familie Curti das Schlossberg-Haus. Sie stammte ursprünglich aus Mailand und war 1665 in Rapperswil eingebürgert worden. Über die Generationen erreichte sie einen beachtlichen sozialen Aufstieg und brachte einflussreiche Unternehmer, Gelehrte und Politiker hervor. In Rapperswil gehörten ihr mehrere repräsentative Häuser. Das Haus Schlossberg kam so zu seinem zweiten Namen «Oberes Curtihaus».
1950 brach im Dachstock des historischen Gebäudes ein Brand aus und richtete grosse Zerstörung an. Seither wurde der ehemalige Turm mehrfach restauriert. Der Bau gehört auch heute noch der Familie Curti und beherbergt Privatwohnungen.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente und Angaben in: Bundesamt für Landestopografie / Schweizerischer Burgenverein (Hg.) - Burgenkarte der Schweiz, 1:200'000 | Teil Ost | Wabern, 2007 | Begleitheft | S. 53
Literatur
  • Anderes, Bernhard - Die Kunstdenkmäler des Kantons St. Gallen, Bd. IV: Der Seebezirk | Basel, 1966 | S. 395-397
  • Röllin, Peter - Kulturbaukasten Rapperswil-Jona: 36 Museen ohne Dach | 2. Aufl. | Rapperswil-Jona, 2011 | S. 65
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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