QAL'AT JA'BAR | BURG JABAR/DSCHA'BAR
 Weltweit | Asien | Syrien | Provinz ar-Raqqa | ar-Raqqa

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Allgemeine Informationen
Burg aus dem 12. Jahrhundert.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 35°53'51.0" N, 38°28'51.0" E
Höhe: 337 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Die von Aleppo aus direkt nach Osten verlaufende Schnellstraße bis 50 km vor Rakka fahren. Dort auf die Landstraße in nördliche Richtung wechseln. Nach ca. 15 km in Richtung Westen fahren. Die Burg ist auf einer Halbinsel gelegen und nicht zu verfehlen.
Parkplätze vorhanden.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Die Zitadelle ist täglich von 9:00 - 16:00 Uhr zugänglich.
Dienstag: geschlossen
Eintrittspreise
k.A.
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
k.A.
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
k.A.
Bilder
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Grundriss
keine Grundriss verfügbar
Historie
Die Burg steht in einem engen Zusammenhang mit der nur 30 km entfernten Stadt ar-Raqqa. Das in antiker Zeit befestigte Dausar fiel 1011 in die Hand des beduinischen Wattab ibn Jabar aus dem Stamm der Banu Numair. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Name der Burg auf den Vater des Beduinenführers zurückgeht. 1040 kaufte der fatimidische General ad-Dizbari den Ort, um den in ar-Raqqa residierenden Tamal ibn Salih (vom Stamm der Banu Kilab, der durch Heirat zur Herrschaft über ar-Raqqa gekommen war), zu bedrohen. Nachdem ad-Dizbari in Ungnade gefallen war, gelangte Jaber 1042 wieder in die Hände der Banu Numair. Verwalter der Burg wurde ein Jaber ibn Sabib al-Qusairi (Quisair- Unterstamm der Banu Numair). Er baute den Ort unter Verwendung von Steinquadern aus. Jaber ibn Sabib wurde 1071/72 angeblich durch Verrat getötet.

1080 belagerte Muslim ibn Qurais Qalaat Jaber vergeblich. Sie galt als Räubernest. Er einigte sich aber mit einem Burgherrn Jaber (?) über die Beendigung der Wegelagerei. Der Sohn Sabiq ibn al-Sabiq übernahm die Herrschaft. Er setzte sich wahrscheinlich dadurch ins Unrecht, dass er weder Abgaben entrichtete, noch die Oberherrschaft des Eigentümers, den Bani Utair anerkannte. So kam es 1083 zu einer erneuten Belagerung und Eroberung der Burg durch den Seldschukensultan Maliksah. Sabiq und seine Söhne wurden als Wegelagerer gekreuzigt. 1086 erhielt der ehemalige Kommandant der Zitadelle von Aleppo Salim ibn Malik ibn Badran die Burg vom Maliksah als Lehen.

Ausgrabungen haben erwiesen, dass der Zitadellenberg in dieser Zeit besiedelt wurde. Die Uqaliden behielten die Burg bis 1168/69 in ihrem Besitz.

Die Bedeutung der Festung erwuchs erst nach der seldschukischen Eroberung im 11. Jh., als sie zum Herrschaftsmittelpunkt der Uqailiden wurde. Das Fürstentum von Jaber und ar-Raqqa pflegte eine neutrale Politik. Enge Beziehungen zu anderen arabisch-beduinischen Fürsten der Region wurden gepflegt (Schaizar, Aphameia). Sie wurden wichtige Vermittler in den innerseldschukischen Konflikten. Auch gegenüber den Franken wurde Neutralität gewahrt. Das ermöglichte eine von Überfällen weitgehend verschonte Wirtschaft.

Die Uqaliden waren ein beduinischer arabischer Stamm. Dessen herausragende Herrscherpersönlichkeit Saraf ad-Daula Muslim ibn Qurais gelang es, die nomadischen Stämme gegen die Seldschuken zu einigen und eine großräumige beduinische Herrschaft zu errichten. 1108 hielt sich Balduin von Edessa als Geisel auf der Burg auf. Der Burgherr Salim ibn Malik ibn Badran fungierte als Treuhänder für die Auslösung des Grafen zusammen mit Joscelin von Edessa.

1146 versuchte Zengi, die Festung zu erobern. Die Belagerung begann am 21. Mai. Am 15. September 1146 wurde Zengi von einem seiner Mamelucken vor der Burg ermordet. 1202 kam die Burg in den Besitz von al-Zahir Ghazi, dem in Aleppo herrschenden Sohn Saladins.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Baedecker - Syrien | Ostfildern, 2000
  • Burns, Ross - Monuments of Syria, I. B. Tauris Publishers | London, New York, 1999
  • Heidemann, Stefan - Die Renaissance der Städte in Nordsyrien und Nordmesopotamien. Islamic History and Civilisations. Studys and Texts | Leiden, 2002
  • Kennedy, Hugh - Muslim Military Architecture in Greater Syria from the Coming of Islam to the Ottoman Period in History of Warfare | Boston, 2006
  • Scheck, Frank Rainer & Odenthal, Johannes - Syrien | Köln, 2001
  • Thorau, Peter - Sultan Baibars I. von Ägypten. Ein Beitrag zur Geschichte des Vorderen Orients im 13. Jh., Tübinger Atlas des Vorderen Orients, Beiheft B 63 | Wiesbaden, 1987
  • Meinecke, M. & Aalund, & F. Korn, L. - Die Zitadelle, in Bosra- islamische Architektur und Archäologie, Orient-Archäologie 17 | Rahden- Leidorf, 2005
  • Zöllner, Walter - Geschichte der Kreuzzüge | Berlin, 1983
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • k.A.
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