CASTILLO DE TORIJA Weltweit | Europa | Spanien | Kastilien-La Mancha | Provinz Guadalajara | Torija |
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| Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Quelle: Leonardy, Heribert J.; Kersten, Hendrik - Burgen in Spanien, Eine Reise ins spanische Mittelalter | Darmstadt, 2002 | S. 111 |
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| Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
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1085 - König Alfonso VI. von León erobert die Region von den Mauren zurück, darunter auch Torija. Der Ort lag seit jeher an einer wichtigen Verbindungsroute von León nach Aragon. Schon die Römer, auf die der Ortsname (turricula, lat.: "kleiner Turm") zurückgehen soll, hatten hier vermutlich einen Wachturm. Später kontrollierten auch die muslimischen Herrscher von ihr die Straßenverbindung. Der Ort wird dem Templerorden zum Lehen übergeben, die ein Kloster gründen und die bestehenden Festungsbauten verstärken.
13. Jh. - Alfonso XI. übergibt Torija an Don Alonso Fernández Coronel, einen seiner Gefolgsleute. 14. Jh. - Torija geht in den Besitz von Don Iñigo López de Orozco über, einen Adligen mit großem Grundbesitz in der Region Alcarria. Später geht der Besitz an Don Pedro González de Mendoza über, bevor Burg und Ort wieder in die Hände der Familie Coronel gelangen. 15. Jh. - der Regent von Kastilien Don Fernando de Antequera, schenkt Torija sienem obersten Mundschenk Pedro Núñez de Guzmán. 1445 - die Infanten von Aragon besetzen die Burg Torija. Sie wird ihr Standort für Beutezüge in der Region. 1452 - Der Erzbischof von Toledo, Alfonso Carrillo, und der Marquis von Santillana, Iñigo Lopez de Mendoza belagern die Burg zwei Jahre lang, bis die Eingeschlossenen aufgeben. 1810 - nachdem erst französische Truppen die Burg besetzt hielten, erobert der Guerilla-Anführer Juan Martin die Burg und sprengt sie, um sie für den Feind wertlos zu machen. 1962 - Wiederaufbau und Renovierung der Burg sind abgeschlossen. 1995 - im Obergeschoss des Torre de Homenaje eröffnet ein Museum zum Buch "Reise nach Alcarria" von Camilo José Cela (Nobelpreis für Literatur 1989), das vermutlich weltweit einzige Museum, das sich nur einem Buch widmet. 2016 - In den Burghof wird ein Neubau für das Museum CITUG, über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Region, integriert. Im 19. Jahrhundert, während des Spanischen Unabhängigkeitskrieges, wurde die Burg praktisch zerstört. Anschließend wurde das Gebäude Stück für Stück restauriert. Ende des 20. Jahrhunderts stürzte einer der Eckbauten ein, wurde aber inzwischen restauriert. Restaurierungen durch die Generaldirektion der Schönen Künste in den 1960er Jahren und in jüngerer Zeit durch den Provinzrat von Guadalajara haben es ermöglicht, die einstige Pracht und den Charakter dieser Festung wiederherzustellen, die heute zu den schönsten der Provinz Alcarria zählt. 1995 beherbergte die Burg in ihren Mauern, genauer gesagt im Bergfried, eine Sammlung der bedeutendsten Werke des Literaturnobelpreisträgers Camilo José Cela und seines Buches „Reise nach Alcarria“. Seitdem beherbergt sie ein Cela gewidmetes Museum, dem Autor von Titeln wie „Die Familie von Pascual Duarte“ und „Der Bienenstock“. Heute ist die vollständig restaurierte Anlage im Besitz der Stadt und beherbergt ein Museum sowie kulturelle Veranstaltungen. Eigentum und Nutzung Die Burg ist Eigentum des Provinzrats von Guadalajara, der sie erwarb, um sie wieder aufzubauen und in ein touristisches Informationszentrum der Provinz umzuwandeln. Besichtigungen Die Burg ist derzeit wegen der Bauarbeiten (vier Jahre) des fünfstöckigen Touristeninformationszentrums der Provinz Guadalajara geschlossen. |
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| Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente und Infotafel an der Burg. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Literatur | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Webseiten mit weiterführenden Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
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