CHÂTEAU DU SCHLOSSBERG Weltweit | Europa | Schweiz | Kanton Bern | Verwaltungskreis Berner Jura | La Neuveville (Neuenstadt) |
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| Allgemeine Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Stattliche Burganlage über dem Städtchen La Neuveville, die im späten 13 . Jhdt vom Fürstbischof von Basel als Grenzfestung gegen die Grafen von Neuenburg errichtet wurde. Im 16. Jhdt. wurde sie dem Zerfall überlassen, im 19. und 20. Jhdt. jedoch durch private Besitzer teilweise wieder aufgebaut. Der heute wieder bewohnte Haupttrakt erfuhr dabei starke Veränderungen. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Informationen für Besucher | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bilder | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Quelle: gezeichnet von O. Steimann, 2026 |
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| Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
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1283: Errichtung als bischöfliche Grenzfestung
In der zweiten Hälfte des 13. Jhdts. bemühten sich die Fürstbischöfe von Basel, den südlichen Teil ihres Einflussgebiets gegen die aufstrebenden Grafen von Neuenburg abzusichern. Zu diesem Zweck verstärkte Fürstbischof Heinrich IV. von Isny das Château d’Erguël und liess ab 1283 das neue Château du Schlossberg über dem Bielersee errichten. Sein Nachfolger, Peter I. Reich von Reichenstein, wurde 1288 von König Rudolf I. von Habsburg im Besitz des «castrum Slospergh» bestätigt. Verwaltet wurde dieses durch einen Kastellan. Die Struktur der Wehranlage Die Burg hat ihre ursprüngliche Grundform bis heute behalten. Der 1,9 Meter starke innere Bering bildet ein nicht ganz regelmässiges Rechteck mit abgerundeten Ecken, die auf der Ostseite zu Schalentürmen ausgebaut wurden. Ein weiterer Rundturm, der «Tour de la prison du prince», erhebt sich in der Mitte der nördlichen Längsseite. Sowohl auf der West- wie auf der Ostseite stand je ein Wohntrakt, während ein Hauptturm fehlte. Diese Kernburg wurde mit einem äusseren Bering umgeben, der mit weiteren Türmen befestigt war. Südlich des Burghügels erstreckte sich eine Vorburg («La Baille»), die heute aber gänzlich verschwunden ist. 1367: erfolglose Belagerung durch Bern Die Grafen von Neuenburg antworteten auf den Bau der bischöflichen Wehranlage 1309 mit dem Ausbau des Turms von Nugerol, der nur etwa 700 Meter südwestlich von Schlossberg stand. Der Fürstbischof reagierte 1312 mit der Gründung des Städtchens La Neuveville (Neuenstadt) am Seeufer, die Grafen 1325 wiederum mit jener von Le Landeron, gleich nebenan. Dieses Wettrüsten endete erst 1342 mit einem Bündnisvertrag zwischen den beiden Rivalen. Im Spätherbst 1367 verschanzte sich Fürstbischof Johann III. de Vienne auf dem Château, nachdem er die gegen ihn rebellierende Stadt Biel durch den Grafen von Nidau hatte brandschatzen lassen. Truppen aus Bern, die den Bielern zu Hilfe kamen, belagerten die Burg zehn Tage lang. Dann gaben sie auf – angeblich, weil ihr Bannerträger einer Schussverletzung erlag und wegen eines Kälteeinbruchs. Umbau zum Landsitz Ab dem 15. Jhdt. wurde die Wehranlage mehr und mehr zu einem Landsitz der frühen Neuzeit umgestaltet. Für die Jahre 1437 bis 1439 ist der Bau eines zusätzlichen Turms belegt. 1465 wurden die Dächer, die bis dahin aus Holzschindeln bestanden, durch Ziegel ersetzt. Im Folgejahr wurde über dem Tor auf der Südseite ein Spitztürmchen angebracht. Auch die Verteidigungsfähigkeit wurde hochgehalten: 1467 wurden zwei neue Armbrüste, 5 Musketen, zwei Zentner Schwarzpulver und Blei für 1200 Kugeln angeschafft. Aufgabe und Zerfall der Burg Bereits im 16. Jhdt. setzte der langsame Niedergang der Burg ein. 1531 verlegte der bischöfliche Kastellan Pierre de Gléresse seinen Wohnsitz nach La Neuveville. Die leerstehenden Gebäude zerfielen in den folgenden Jahrzehnten. Um dies aufzuhalten, liess der Fürstbischof um 1647 nach jemandem suchen, der das Château bewohnen und unterhalten könnte, blieb damit aber erfolglos. Letzte Reparaturarbeiten am Dach des westlichen Wohntrakts wurden 1719 ausgeführt. Vier Jahrzehnte später wollte ein Herr namens Frigeri, der sich als adliger Venezianer und schwedischer Konsul ausgab, die Ruine erwerben und wieder herstellen. Doch er erwies sich als geistig verwirrter Hochstapler. Wiederaufbau im 19. und 20. Jhdt. Nach dem Ende der alten Herrschaftsordnung wurde die Burgruine 1799 von den Franzosen versteigert und gelangte an David Cunier. Nächster Besitzer war der Müller Hans Schleuchter, der einige Reparaturen vornahm und in der Burg eine Weinschenke einrichtete. Seine Witwe veräusserte den Schlossberg 1820 an den Geistlichen David Imer-Vernet. Er wollte die Anlage abbrechen lassen, um Baumaterial zu gewinnen. Doch angestiftet von der lokalen Bevölkerung, verweigerten die Bauleute ihre Arbeit, so dass das Vorhaben aufgegeben wurde. Für 12’000 Franken erwarb 1842 Victor Gibollet die Burg, von dem sie 1884 Charles-Louis Schnyder-Gibollet erben konnte. Dieser liess die Ruine ab dem folgenden Jahr restaurieren und zum Sommersitz ausbauen. Seine Erben verkauften die Burg 1924 wieder an die Familie Imer. Louis-Philippe Imer liess 1931/32 den westseitigen Wohntrakt teilweise neu aufbauen, um die Burg wieder dauerhaft bewohnbar zu machen. Nach seinem Tod fiel der Schlossberg 1933 der Gemeinde La Neuveville und dem Kanton Bern zu. Die Anlage wird heute durch eine Stiftung verwaltet und weiterhin bewohnt. Die Aussenfassade des Wohntrakts geht auf einen Umbau von 1995 zurück. 2002 und 2010/11 ist die Ringmauer restauriert und bauhistorisch untersucht worden. |
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| Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente, inkl. Infotafel vor der Burg | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Literatur | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Webseiten mit weiterführenden Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
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