CHÂTEAU DE PÉRY (CHÂTILLON) Weltweit | Europa | Schweiz | Kanton Bern | Verwaltungskreis Berner Jura | Péry-La Heutte |
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| Allgemeine Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Ruinen der Burg von Péry, auch Châtillon genannt, befinden sich auf einem felsigen Hügel im gleichnamigen Dorf am nördlichen Zugang zur Schlucht von La Reuchenette. Das Lehen des Fürstbistums Basel wurde vom 13. bis ins 15. Jhdt. von den Rittern von Péry verwaltet. Bald nach ihrem Aussterben dürfte die Burg aufgeben worden sein. Sichtbar sind zwei tiefe Gräben, Reste des Berings sowie schwache Spuren einiger Binnenmauern. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Informationen für Besucher | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bilder | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Quelle: gezeichnet von O. Steimann, 2026 |
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| Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Anfänge der Ritter von Péry und ihrer Burg
Am Eingang zur Schlucht von La Reuchenette, wo die Suze (Schüss) die zweite Jurakette durchbricht, befindet sich das Dorf Péry. Es entstand an der alten Römerstrasse von Avenches nach Kaiseraugst und wurde 884 als «villam Bedericam» in einer Urkunde Kaiser Karls III. als Besitz der Abtei Moutier-Grandval bestätigt. Deren Güter übertrug König Rudolf III. von Burgund im Jahr 999 dem Bischof von Basel. Im Hochmittelalter liessen die Bischöfe das Dorf durch einen Meier verwalten – ein Amt, das spätestens im 13. Jhdt. die Ritter von Péry innehatten. Sie waren aber nicht nur bischöfliche Ministerialen, sondern auch im Gefolge der Grafen von Neuenburg anzutreffen. Wann auf dem felsigen Hügel über dem Dorf eine Burganlage errichtet wurde, ist aufgrund mangelnder Forschung nicht bekannt. Es ist aber gut möglich, dass Ritter Pierre de Péry, der 1244 als erster Vertreter der Familie in den Quellen erwähnt wird, deren Erbauer war. Die ältere Literatur geht zwar von einem römischen Vorgängerbau aus. Beweise dafür gibt es allerdings keine. Gliederung der Wehranlage Die etwa 46 Meter lange Burg nahm den höchsten Teil des Höhenrückens ein. Sowohl im Südwesten wie im Nordosten wurde sie durch aus dem Fels gehauene Gräben geschützt. Wo sich der ursprüngliche Zugang befand, ist nicht mehr erkennbar. Plausibel wäre die südwestliche Ecke, über die man auch heute die Ruine am einfachsten erreicht. Obwohl die Ringmauer im Westen und Süden noch mehrere Meter hoch erhalten ist, lassen sich zur baulichen Anordung nur Vermutungen anstellen. Eine Art Hauptbau oder Turm dürfte in der nordwestlichen Ecke gestanden haben, wo Mauerreste auf einen Kellerraum hindeuten. Möglicherweise schloss daran ein Wohntrakt an, denn im Gelände ist in einem Abstand von etwa 5 Metern die Spur einer weiteren Binnenmauer erkennbar. Im Nordosten bildet der Bering auf einem kleinen Felskopf einen spitzen Winkel. Das Aussterben der Péry und die letzten Besitzer der Burg Über die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner ist nur wenig bekannt. Im späten 13. Jhdt. verkauften die Herren von Péry verschiedene Rechte und Güter. 1306 und auch 1400 stellte die Familie die bischöflichen Meier von Biel, 1472 war Jean-Henri de Péry Kastelan auf der bischöflichen Burg Erguël. Ob das Château de Péry im Spätmittelalter noch der Hauptwohnsitz der Familie war, ist zweifelhaft – sie scheint sich stärker auf Biel konzentriert zu haben. Hier verband sie sich durch Heirat unter anderem mit der Familie Göuffi. Der letzte männliche Vertreter der Péry muss gegen Ende des 15. Jhdts. verstorben sein. Das Lehen mit der Burg gelangte nun in die Hände der Göuffi. Als dieses Geschlecht wenige Jahrzehnte später ebenfalls erlosch, fielen Teile des Güterkomplexes der Familie Orsan zu. Ihr gehörte die benachbarte Burg Rondchâtel, doch hatte sie ihren Wohnsitz damals bereits nach Biel verlegt. Ausbeutung der Ruine in der Neuzeit Das Château de Péry – oder Châtillon, wie es heute genannt wird – wurde sehr wahrscheinlich schon bald nach dem Aussterben der gleichnamigen Familie aufgegeben. Als der Basler Fürstbischof Johann Franz von Schönau um die Mitte des 17. Jhdts. bei La Reuchenette einen Hochofen erbauen liess, sollen dafür Steine der zerfallenen Burg verwendet worden sein. Raubgrabungen setzten der Ruine weiter zu. Die heute noch vorhandenen Mauerreste sind einsturzgefährdet. |
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| Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Literatur | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Webseiten mit weiterführenden Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
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