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Allgemeine Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
Die Burg kontrollierte den Tiber m Rom vor Angriffen von der See aus zu schützen.
Im Auftrag seines Bruders Papst Sixtus IV. lässt Kardinal Giuliano della Rovere, der spätere Papst Julius II., die Burganlage zwischen 1483 und 1487 errichten. Der Turm bestand bereits seit Beginn des 15.Jh. und wurde zur Absicherung der Salinen und des Salzhandels unter Papst Martin V. errichtet. Ursprünglich lag die Burg direkt am Tiber. Seit dem Hochwasser von 1557 fließt der Tiber weiter nördlich und die Burg verlor schnell ihre Bedeutung an den 1568 errichteten Tor San Michele, ein regelmäßiges achteckiges Bollwerk direkt an der Tibermündung. Durch Verlandung liegt die Burg heute, wie auch die antike Hafenstadt Ostia, 7km von der Küste entfernt. Die Festung besteht aus drei Teilen: einem großen Turm (zum Teil erbaut von Papst Martin V., der auch einen Turm an der Stelle eines römischen Leuchtturms errichten ließ). Mehrere kunstvolle Wappen des Kardinals della Rovere schmücken die Außenmauern der Burg. Der Name des Kardinals sowie der Name seines Onkels, Papst Sixtus IV., sind ebenfalls auf den Schießscharten zu lesen. |
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Informationen für Besucher | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Bilder | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Quelle: Hinweistafel an der Burg. (durch Autor leicht aktualisiert) |
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Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
Nach historischen Quellen entstand der Weiler Ostia Antica genau zu jener Zeit, als die römische Stadt endgültig aufgegeben wurde. Ihr Niedergang hatte bereits im 5. Jahrhundert n. Chr. mit den Plünderungen durch Westgoten und Vandalen eingesetzt und wurde in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts durch den Gotenkrieg endgültig besiegelt. Unklar bleibt jedoch, ob Ostia trotz des drastischen Bevölkerungsrückgangs zumindest teilweise seine städtische Struktur bewahren konnte.
Nach dem Niedergang der römischen Stadt Ostia ließ Papst Gregor IV. in der Mitte des 9. Jahrhunderts die befestigte Siedlung namens Gregoriopoli errichten. Um die Bevölkerung vor sarazenischen Überfällen zu schützen. Diese Siedlung wird heute allgemein mit dem heutigen Dorf Ostia Antica gleichgesetzt, das im Laufe des Mittelalters mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde. In den allerersten Jahren des 15. Jahrhunderts gibt es Hinweise auf die Existenz einer älteren Festung in Ostia, von der jedoch keine monumentalen Spuren erhalten sind – sie wurde möglicherweise zum Schutz des Dorfes unter Papst Bonifatius IX. (1389–1404) errichtet. In der Festung war der Zoll der päpstlichen Verwaltung untergebracht, der die Abgaben für Waren erhob, die über das Meer nach Rom gelangten. Im Jahr 1423 ließ Papst Martin V. einen neuen Rundturm errichten, dessen unterer Teil noch heute als Bestandteil des spätgotischen Bergfrieds sichtbar ist. 1483, unter dem Pontifikat von Papst Sixtus IV., begann Kardinal Giuliano della Rovere, der neugewählte Bischof von Ostia und spätere Papst Julius II. (1503–1513), mit dem Bau der heutigen Burg, die 1486 unter Papst Innozenz VIII. vollendet wurde. 1497, nach einer Reihe militärischer Auseinandersetzungen bei der Burg von Ostia, beauftragte Papst Alexander VI. (Rodrigo Borgia) wichtige Restaurierungsarbeiten im Inneren der Burg. Als Julius II. Papst wurde, wurden erneut umfassende Umbauten vorgenommen: Insbesondere auf der Westseite des Burghofs wurden mehrere Räume aus der Borgia-Zeit in päpstliche Wohnquartiere für den Papst und seinen Hof umgewandelt, mit mehreren Etagen und einem monumentalen Treppenhaus, das wahrscheinlich von Künstlern aus der Schule von Baldassarre Peruzzi ausgemalt wurde, die zu jener Zeit auch im nahen Bischofspalast bei der Kirche S. Aurea arbeiteten. 1556, gegen Ende des langen Konflikts zwischen Frankreich und Spanien um die italienischen Besitzungen, wurde die Rocca von Ostia von Herzog von Alba, einem Vertreter der spanischen Krone, belagert. Die Struktur – insbesondere der südwestliche Turm – erlitt erhebliche Schäden. Nach der großen Überschwemmung von 1557 änderte der Tiber, der zuvor nahe an der Burg floss, seinen Lauf und verlagerte sein Flussbett weiter weg – der Verlauf besteht bis heute. Infolge dessen wurde das päpstliche Zollhaus zunächst nach Tor Boacciana, später nach Tor S. Michele verlegt. Im Laufe des 17. Jahrhunderts verwandelte die Überschwemmung das Gebiet langsam in ein Sumpfgebiet, und das Dorf und die Burg von Ostia wurden aufgegeben. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg als Heu- und Getreidespeicher genutzt, und im folgenden Jahrhundert als Gefängnis für Strafgefangene, die bei Ausgrabungen der antiken Stadt Ostia eingesetzt wurden. Im den 1960er begann die langwierige Restaurierungsprozess der Burg. 2003 wurden einige Räume der ehemaligen päpstlichen Wohnungen und des Bergfrieds in Ausstellungssäle umgewandelt. Dort werden die wichtigsten Fundstücke spätmittelalterlicher und renaissancezeitlicher Keramik ausgestellt, die bei Ausgrabungen im letzten Jahrhundert innerhalb der Burg und des Dorfes entdeckt wurden. Im Jahr 2016 wurden die Burg bei den Denkmälern des Archäologischen Parks von Ostia aufgenommen, und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. |
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Quelle: Hinweistafeln auf der Burg. | |||||||||||||||||||||||||||||||
Literatur | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Webseiten mit weiterführenden Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
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