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MASSERIA DE GIROLAMO
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Apulien
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Provinz Lecce
| Lizzanello |
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Informationen für Besucher |
Bilder |
Grundriss |
Historie |
Literatur |
Links
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Allgemeine Informationen
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| Lage |
Die Masseria fortificata De Girolamo liegt in der weiten Agrarlandschaft des zentral-östlichen Salento, eingebettet in historische Olivenhaine..
Die adriatische Küste (nahe der Naturoase Le Cesine) liegt ca. 14,5 km östlich.
Das Stadtzentrum von Lizzanello liegt ca. 3,0 km südwestlich, die Provinzhauptstadt Lecce befindet sich rund 5,5 km nordwestlich.
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| Nutzung |
leerstehend, Ruinös (stark verfallen) |
| Bau/Zustand |
Im 16. und 17. Jahrhundert machten die ständigen Einfälle osmanischer Seeräuber sowie marodierender Söldnerbanden im direkten Hinterland von Lecce eine wehrhafte Architektur für ländliche Produktionsstätten überlebenswichtig.
Die Masseria De Girolamo wurde als autarker Schutzraum konzipiert.
Die Masseria ist stark ruinös; Teile des Daches und der Nebengebäude sind eingestürzt, Mauern und Gewölbe weisen erhebliche Feuchtigkeitsschäden und Risse auf.
Befestigtes Kerngebäude mit massiver Umfassungsmauer, Imposanten Toreingang mit Rundbogen sowie erhaltenen Schießscharten zum Schutz des Zugangs.
Agrarhistorische Funktion & Territorialer Befestigungsring:
Kombinierter Wirtschaftshof zur Getreide- und Olivenölproduktion. Besonderes Kennzeichen ist ein unterirdisches Olivenöl-Presswerk (Frantoio ipogeo) im Tuffgestein mit erhaltener Monolith-Vasca.
Im territorialen Befestigungsring bildete die Gesamtanlage zusammen mit den Nachbarbauten eine dichte Verteidigungskette im Umland von Bari.
Masseria Lilei: Eine gut erhaltene befestigte Masseria aus dem 15./16. Jahrhundert. Sie verfügte über strategische Verteidigungsfunktionen (Wehr- und Ausguckposten gegen Incursionen der Adriaküste) sowie über typische Stern- und Tonnengewölbe. Heute restauriert und als historische Unterkunft genutzt.
Masseria Nuova: In unmittelbarer Nachbarschaft gelegen, ein ebenfalls leerstehender, geschlossener Wehrhof aus dem 16./17. Jahrhundert.
Masseria Insarti: Eine historische Masseria fortificata des Salento, die durch eine geschlossene Hofstruktur und massive Befestigungsansätze geprägt ist.
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| Typologie |
Masseria fortificata (befestigter Bauernhof / Wehrmasseria)
Typische Masseria fortificata a corte chiusa (befestigte Hofformation) des Salento.
Die Architektur vereint funktionale, erdgeschossige Wirtschaftsflügel mit wehrhaften Komponenten der Spätrenaissance und des frühen Barocks. |
| Sehenswert |
- Die massive Toreinfahrt im Befestigungsring, die einst das einzige Einlassfenster in den geschützten Innenhof bildete.
- Historischer Frantoio ipogeo (in den Fels gehauene Ölpresse) mit zwei Mahlstein-Relikten.
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| Bewertung |
Die Masseria De Girolamo ist ein Zeugnis der ländlichen Industriearchäologie im Salento, insbesondere für die historische Olivenölförderung im Frantoio ipogeo.
Die Anlage ist ein exemplarisches Beispiel für einen regionalen Wehr- und Zufluchthof im Hinterland der Festung Acaya. |
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Informationen für Besucher
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Geografische Lage (GPS)
WGS84:
40°20'28.1" N, 18°13'44.8" E
Höhe: 39 m ü. NN |
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Topografische Karte/n
Die Masseria De Girolamo auf der Karte von OpenTopoMap |
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Kontaktdaten
k.A. |
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Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
Privatbesitz!
Achtung – Akute Einsturzgefahr!
Teile der Gewölbe und des Frantoio ipogeo (unterirdische Olivenölmühle) sind instabil und von Schutt bedeckt.
Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr und stellt ein Verletzungsrisiko dar. |
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Anfahrt mit dem PKW
Von Lecce aus über die östliche Tangenziale zur Ausfahrt Richtung Merine / Acaya fahren.
Der SP1 in Richtung Merine/Vernole folgen. Kurz vor dem Ortseingang von Merine nach Norden (links) auf die unbefestigten Feld- und Karrenwege abbiegen.
Vom Parkplatz aus zu Fuß über das Feld zur Masseria.
Keine offiziellen Parkplätze vorhanden.
Abstellen von Fahrzeugen nur am Rand der asphaltierten Verbindungsstraße oder auf Feldwegen möglich. |
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Anfahrt mit Bus oder Bahn
Es gibt keine direkte Haltestelle am Objekt.
Bahn:
Hauptbahnhof Lecce (Stazione di Lecce), ca. 6 km entfernt.
Bus:
SGM-Lokalbusse (Linie Lecce – Merine), Haltestelle Merine Centro.
Fußweg von der Bushaltestelle Merine ca. 1,2 bis 1,8 km über Landstraßen/Feldwege.
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Wanderung zur Burg
Teil des regionalen Wegenetzes zwischen Lecce und der Idealstadt Acaya.
Die Route führt entlang historischer Trockensteinmauern, alter Eichenbestände und weiterer ehemaliger Wehr-Masserien des Salento.
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Öffnungszeiten
Nur Außenbesichtigung möglich.
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Eintrittspreise
kostenlos
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Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
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Gastronomie auf der Burg
keine
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Öffentlicher Rastplatz
keiner |
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Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
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Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine |
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Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Für Rollstuhlfahrer nicht möglich. |
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Bilder
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Grundriss
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keine Grundriss verfügbar
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Historie
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Spätes 16. / frühes 17. Jh.
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Errichtung der Anlage und des Frantoio ipogeo im Zuge der systematischen Absicherung des agrarischen Hinterlands gegen osmanische Einfälle und Plünderungen entlang der strategischen Achse Lecce–Acaya–Otranto.
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18. Jh.
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Ausformung der geschlossenen Hofformation zur Optimierung der agrarischen Arbeitsabläufe innerhalb des geschützten Rings und zur Intensivierung der großflächigen Ölerzeugung vor den Toren Lecces.
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Spätes 20. Jh.
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Katalogisierung des Objekts im Rahmen der vollständigen Erfassung wehrhafter ländlicher Monumente (Kastelle, befestigte Masserien, Küsten- und Taubentürme) in der historischen Terra d'Otranto.
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1990
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Wissenschaftliche Einordnung der Anlage in das territoriale Gesamtnetzwerk defensiver Strukturen und Transportwege im geschichtlichen Umland von Acaya, Lizzanello und Vernole.
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Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
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Literatur
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- Cazzato, Mario & Costantini, Antonio - Guida di Acaya. Città campagna Cesine | Galatina, 1990
- Constantini, Antonio - Guida alle Masserie del Salento | Martina France, 2006
- Constantini, Antonio - Le Masserie del Salento: Dalla masseria fortificata alla masseria-villa | Galatina, 1995
- Muratore, M. R. - Guida del Salento vol. 2 - Castelli, masserie fortificate, torri costiere, torri colombaie, gastronomia, vino e olio | Milano, 1991
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Webseiten mit weiterführenden Informationen
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- [04.10.2026] - Neuerstellung.
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