CASTELLO DI LECCE | CASTELLO ASBURGICO DI CARLO V DI SPAGNA
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Allgemeine Informationen
Lage Das Castello di Lecce liegt als historische Niederungsburg in Italien am östlichen Rand der Altstadt von Lecce in Apulien (Salento).
Die strategische Stadtfestung befindet sich an der Hauptverkehrsachse Via XXV Luglio, direkt neben der bekannten Piazza Sant’Oronzo und dem Stadtpark Giardini Pubblici.
Geografisch sichert das Castello Carlo V das apulische Landesinnere rund elf Kilometer westlich der Adriaküste.
Via XXV Luglio, 52, 73100 Lecce LE, Italien
Nutzung Tourismus, Kulturzentrum, Museum, Veranstaltungsort
Bau/Zustand Das Castello di Lecce präsentiert sich heute als hervorragend erhaltene und umfassend restaurierte Stadtfestung des 16. Jahrhunderts.
Die historische Bausubstanz der Festung Carlo V besteht primär aus dem charakteristischen, goldgelben lokalen Kalkstein (Pietra Leccese).

Grundriss:
Monumentale, trapezförmig angelegte Vierflügelanlage des 16. Jahrhunderts, die den Kern einer bastionierten Stadtfestung des italienischen Systems (Tracciato Regolamento) bildet.

Eckbastionen:
Die Ecken der Festung werden von vier mächtigen, pfeilförmigen Bastionen geschützt.
Diese sind im Uhrzeigersinn nach strategischen Schutzheiligen und historischen Strukturen benannt: Bastione di Santa Croce (Nordwesten), Bastione di San Martino (Nordosten), Bastione di San Giacomo (Südosten), Bastione della Trinità (Südwesten)

Wehrgraben:
Die Anlage war ursprünglich von einem tiefen, breiten Trockengraben umgeben.
Große Abschnitte des Grabens wurden im Laufe der Jahrhunderte verfüllt, im Zuge jüngerer archäologischer Kampagnen jedoch teilweise wieder freigelegt und saniert.

Zugänge:
Das repräsentative Haupttor Porta Reale (Königstor) an der Westseite ist im eleganten Renaissancestil gestaltet und zeigt das kaiserliche Wappen Karls V. Das gegenüberliegende Osttor (Porta Falsa oder Porta di Soccorso) diente historisch als verdeckter Ausfallzugang.

Innenhof:
Ein weitläufiger, quadratischer Innenhof bildet das Zentrum der Festung. Er ist von zweistöckigen Gebäudeflügeln mit klassischen Rundbogen-Arkaden umschlossen.

Unterirdische Anlagen:
Das System verfügt über intakte, weit verzweigte unterirdische Kasematten, Minengänge, Fluchtgalerien (Gallerie e Rivellini) sowie historische Gefängniszellen, die im Zuge der Sanierung touristisch erschlossen wurden.
Typologie Niederungsburg - Kastellburg - Stadtfestung
Sehenswert
  • k.A.
Bewertung k.A.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 40°21'09.2" N, 18°10'29.7" E
Höhe: 51 m ü. NN
Topografische Karte/n
Castello di Lecce auf der Karte von OpenTopoMap.
Kontaktdaten
Castello di Lecce | Via XXV Luglio 52 | I-73100 Lecce
Tel: +39 0832 246517 | E-Mail: info@attraversolecce.it
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Über die mautfreien Schnellstraßen SS16 (aus Richtung Bari/Brindisi) oder SS613 direkt nach Lecce fahren.
Der Beschilderung Richtung Lecce Centro folgen und auf die Ringstraße einschwenken. Die Festung liegt direkt am östlichen Rand des historischen Stadtkerns an der Via XXV Luglio.
Das unmittelbare historische Zentrum ist eine verkehrsberuhigte Zone (ZTL – Zona a Traffico Limitato). Das Befahren ohne Sondergenehmigung ist strafbar und wird videoüberwacht.
Kostenpflichtiges Parken ist entlang der Ringstraße Viale XXV Luglio oder auf dem nahegelegenen Parkplatz Parcheggio Via ex Fazzi möglich.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Das Castello di Lecce ist hervorragend an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angebunden.
Der Hauptbahnhof Stazione di Lecce (Trenitalia und FSE) liegt rund einen Kilometer entfernt und ist in circa 12 Gehminuten zu Fuß direkt durch das historische Zentrum erreichbar.
Unmittelbar an der Festung befinden sich die Haltestellen Via XXV Luglio und Giardini Pubblici, die von den wichtigsten städtischen Bus- und Oberleitungsbuslinien der SGM (darunter die Linien M1, R6, R7, R10 und R11) angefahren werden.
Regionale Busse aus dem Umland des Salento halten am City Terminal Lecce, von wo aus die Linie M1 Fahrgäste direkt zur Burg bringt.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Außenbesichtigung jederzeit möglich.

Dienstag - Sonntag: von 10:00 - 20:00 Uhr
Montag: geschlossen
Bitte prüfen Sie hier die aktuellen Öffnungszeiten.
Eintrittspreise
Der Zugang zum großen zentralen Innenhof der Festungsanlage ist kostenfrei.
Erwachsene: 8,00 EUR
Ermäßigt: 4,00 EUR
Bitte prüfen Sie hier die aktuellen Eintrittspreise.
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Für Rollstuhlfahrer erreichbar.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Castello di Copertino
  1. PortaReale
  2. Bastione Santa Trinita
  3. Bastione San Giacomo
  4. Porta Falsa
  5. Bastione San Martino
  6. Bastione Santa Croce
Quelle:
  • De Vita, Raffaele – Castelli, torri ed opere fortificate di Puglia | Bari, 2001 (4. Auflage) | S. 200

  • (durch Autor leicht aktualisiert)
    Historie
    12. Jh. Erste Errichtung einer mittelalterlichen Burganlage unter König Tancred von Lecce als Residenz der Grafen.
    14.-15. Jh. Ausbau und Nutzung als befestigter Wohnsitz durch die Herrscherhäuser Brienne, Enghien und die Familie Orsini del Balzo.
    1539–1549 Kaiser Karl V. befiehlt den Abriss des Vorgängerbaus. Militärarchitekt Gian Giacomo dell’Acaya errichtet eine moderne Bastionärfestung.
    18. Jh. Die Anlage verliert ihre militärische Relevanz. Einbindung ziviler Nutzungen (zeitweise Einrichtung eines Theaters im oberen Saal).
    ab 1557 Verkauf des Komplexes an die genuesische Familie Squarciafico. Sukzessiver Umbau von der wehrhaften Grenzfestung zum repräsentativen Renaissance-Palast mit der Prunkfreitreppe im Innenhof.
    1870–1979 Die Festung dient fast ein Jahrhundert lang durchgehend als Kaserne und lokales Militärbezirkskommando (Distretto Militare).
    ab 1980 Übergang in städtischen Besitz. Es folgen archäologische Grabungen, Sanierungen und die Eröffnung des städtischen Papiermachémuseums.
    Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
    Literatur
    • Cazzato, Mario & Costantini, Antonio - Guida ai Castelli Pugliesi. 1. La Provincia di Lecce | Galatina, 1997 | S. 77-84
    • De Vita, Raffaele – Castelli, torri ed opere fortificate di Puglia | Bari, 2001 (4. Auflage) | S. 196-200
    • Muratore, Maria Rosaria - Guida del Salento. Castelli, masserie fortificate, torri costiere, torri colombaie, gastronomia, vino e olio (Vol. 2) | Galatina, 1991 | S. 8-13
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    • k.A.
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