CASTELLO ORSINI-COLONNA | ROCCA ORSINI Weltweit | Europa | Italien | Abruzzen | Provinz L’Aquila | Avezzano |
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| Allgemeine Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Heute liegt die Anlage im Zentrum von Avezzano, während sich die Burg im Mittelalter im Süden der angrenzenden Stadt befand. Der Name Avezzano leitet sich vom Namen eines römischen Landguts ab, dem Fundus Avidianus, der von der Republik bis zur Spätantike genutzt wurde.
Durch eine lokale Grabinschrift ist die Familie Avidier aus Alba erwähnt. Mitglieder dieser Familie bekleideten das höchste Amt der Stadtmagistrate in der Kolonie Alba, in deren Gebiet (ager Albensis) sich das Landgut Avezzano befand. Andere Hypothesen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert wurden widerlegt.
Die Burg weist einen viereckigen Grundriss mit vier zylindrischen Eckbastionen auf. Erhalten geblieben sind der aus dem 11. Jahrhundert stammende Bergfried, heute rechts im überbauten Burghof gelegen, sowie Teile der alten Ringmauer aus mittelgroßen Blöcken und die Überreste eines Brunnens mit Säulen. Die Ursprünge der Burg Orsini-Colonna reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück und sind eng mit der Entwicklung der Stadt Avezzano in der Provinz L’Aquila in Mittelitalien sowie der umliegenden Region verbunden. Die erste Bauphase der Burg war ein einzelner Wach-/Signalturm mit quadratischem Grundriss, entworfen von Gentile De Palearia. Die Burg Orsini-Colonna von Avezzano stellt eines der bedeutendsten historischen Bauwerke im Gebiet der Abruzzen dar. Sie wurde Ende des 15. Jahrhunderts (1490 baute Gentile Virginio Orsini das Kastell) auf den Resten einer älteren Anlage gegründet und bis ins 16. Jahrhundert hinein mehrfach umgebaut (Marcantonio II Colonna ließ die Burg, 1565, zu einen Palast umbauen.). Die Burg erlitt schwere Schäden durch das Erdbeben am 13. Januar 1915, das die gesamte Stadt Avezzano und die umliegenden Ortschaften zerstörte und mehr als 30.000 Todesopfer (in Avezzano 9000) forderte. Eingang (links) ist mit einem Spitzbogen verziert und wurde mit der Orsini-Festung (1490) errichtet. Der Eingang (rechts), 1565 von der Familie Colonna erbaut, ist mit rautenförmigen geschliffenen Quadersteinen verziert und wird von einem trapezförmigen Architrav bekrönt, der mit einem Flachrelief zweier aufgerichteter Bären (das Symbol der Familie Orsini) zeigt, die Rosen in Richtung des mittig platzierten Wappens der Familie Colonna. Die Burg schloss mit einem auf Kragsteinen ruhenden, vorspringenden Bauwerk ab, dessen Teile sowohl an den Fassaden als auch an den Türmen erhalten sind. |
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| Informationen für Besucher | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bilder | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Quelle: Felli, Marco; Incerto, Antonello (eds.) - Defensive Architecture of the Mediterranean. Vol XII. Kapitel: Navarro Palazón, García-Pulido - Recovering of an identity: restoration works of the Orsini-Colonna castle in Avezzano | Valencia, 2020 | S. 1181 |
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| Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Im Jahr 1182 ließ Gentile da Paleria (Herr von Avezzano) eine viereckigen Turm , als Wachturm, errichten.
Der Turm wurde 1490 von Gentile Virginio Orsini zu einer Burg umgebaut, ebenso wie die angrenzende Siedlung mit einer Stadtmauer befestigt. Nach dem Tod Gentiles de Palerano, Herrn von Tagliacozzo, im Jahr 1482, spielte die Befestigung eine bedeutende Rolle in den regionalen kriegerischen Auseinandersetzungen. Mit dem zunehmenden Einsatz von Artillerie verlor sie jedoch allmählich ihre militärische Funktion und wurde schließlich zu einer repräsentativen Adelsresidenz umgestaltet; unter Marcantonio Colonna. Mit dem Wandel der politischen Rahmenbedingungen im „Regno delle Due Sicilie“ wurden die Verteidigungsaufgaben anderen Burgen wie L’Aquila und Gaeta übertragen. Infolgedessen verlor die Burg von Avezzano ihre militärische Funktion und wurde 1520 zu einer Residenz umgebaut. Die Bastionen wurden zu Wohnräumen ausgebaut. Die umschließende Grabenanlage wurde in einen Garten umgewandelt. 1905 Besitzerwechsel. Zwischen 1915 wurde die Burg durch ein Erdbeben und 1944 durch Bombenangriffe erheblich zerstört. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen über die Besitzverhältnisse zwischen den Erben der Familie und der Stadtverwaltung ging das Bauwerk 1929 vollständig in den Besitz der Familie Spina über. In der Folge beantragte die Gemeinde den Abbruch der einsturzgefährdeten Gebäudeteile sowie die Ausarbeitung eines Wiederherstellungsprojekts, das jedoch aufgrund des Beginns des Zweiten Weltkriegs nie umgesetzt wurde. Erst in den 1970er-Jahren setzten gezielte Restaurierungsarbeiten ein, in deren Verlauf die Innenräume umgestaltet und für kulturelle Veranstaltungen und Konferenzen nutzbar gemacht wurden. Die ersten Wiederherstellungs- und Restaurierungsarbeiten wurden 1964 vom Genio Civile von Avezzano unter der Leitung von Tommaso Orlandi durchgeführt. Dieser Eingriff konzentrierte sich auf die statische Sicherung des Bauwerks, insbesondere auf den Wiederaufbau der Umfassungsmauern, mit dem Ziel, den weiteren Verfall und die vollständige Aufgabe der Anlage zu verhindern. Eine zweite Restaurierungsphase wurde vom Architekten Alessandro Del Bufalo geleitet, der die Wiederherstellung des gesamten Bauwerks plante. Dabei wurde im Innenhof ein Konzertsaal mit einer neuen Stahl-Glas-Konstruktion eingefügt, das Untergeschoss unter den Türmen wiederhergestellt und im zweiten Geschoss eine moderne Kunstgalerie eingerichtet. Die Arbeiten wurden 1994 abgeschlossen. |
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| Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Literatur | |||||||||||||||||||||||||||||||
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