JOHANNITER-WACHTTURM IN DER GLYFÁDA-BUCHT
 Weltweit | Europa | Griechenland | Region Südliche Ägäis | Insel Rhodos | Lakkí

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Allgemeine Informationen
Die Glyfáda-Bucht an der Westküste der Insel Rhódos, unterhalb der Siedlung Lakkí, öffnet sich in Richtung der Insel Alimía (mit Blick auf das dortige Kástro). Wenige Meter von der Küste entfernt steht der vermutlich während der Amtszeit des Johanniter-Großmeisters Pierre d’Aubusson (reg. 1476-1505) erbaute Turm (s. Losse 2009, S. 249f). Während seine meerzugewandte Seite fast vollständig eingestürzt ist – Trümmer des aus Bruchstein und großen Kieseln gefügten Mauerwerkes liegen am Strand und im Wasser –, ist die Landseite noch beinahe in der Ursprungshöhe (ca. 9 m) erhalten. Die Seeseite war wegen des Standortes in der Uferböschung um etwa 2 m höher. Der Turm hat einen annähernd quadratischen Grundriss (Seitenlängen ca. 6,7 m) bei einer Mauerstärke von etwa 1,5 m. Sein Zugang lag in der Südwest-Wand des 1. OG; ein Rest des Gewändes ist noch vorhanden. Die Turmplattform umgab wohl ein Zinnenkranz (vgl. die Rekonstruktionen von Poutiers 1985, S. 273; Spiteri 1994, S. 154), doch ist die Zinnenform nicht bekannt. Kragsteine stammen von Wurferkern.
Im Inneren gab es drei Räume; die beiden unteren mit Balkendecken – fünf Balkenlöcher der tragenden Balken im 1. OG und ein Mauerrücksprung im Stockwerk darüber lassen die Konstruktion erkennen –, der obere ein Tonnengewölbe. Schräg gegenüber des Eingangs findet sich im 1. OG ein in die Mauer eingelassener Kamin. Das 2. OG verfügte über Fenster in der Nordost- und Südwest-Wand (Spiteri 1994).
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 36°11'30.40"N 27°46'10.16"E
Höhe: 1 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
Achtung: Es können einzelne Steine aus der baufälligen Ruine brechen!
Anfahrt mit dem PKW
Von der Straße oberhalb der Westküste in Richtung Siána nach Glyfáda abzweigen (ausgeschildert). Am Ende der Strasse rechts abbiegen und nach ca. 200 m links in eine kleine Seitenstrasse abbiegen.
Kostenlose Parkmöglichkeiten am Strassenrand.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
Über teils nur rudimentär erhaltene alte Saumpfade (Monopatia) nur schwer zu erreichen, daher besser der Fahrstraße folgen.
Öffnungszeiten
Besichtigung jederzeit möglich.
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
keine
Gastronomie auf der Burg
Keine Gastronomie am Turm. Während der Touristensaison ist eine Taverne in unmittelbarer Nähe am Strand geöffnet.
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Bis in Sichtweite zugänglich, der grobe Kiesstrand ist für Rollstühle nicht nutzbar.
Bilder
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Grundriss
Es gibt einen Grundriss in Spiteri 1994, S. 154 (s.u.), dessen Reproduktion ist jedoch nicht erlaubt.
Historie
Der Turm entstand im Kontext des Baues des Wachtturmsystems des Johanniter-Ritterordens auf der Insel Rhódos gegen Ende des 15. Jh. Einzelheiten und genaue Daten sind nicht bekannt.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Lock, Peter - Freestanding towers in the countryside of Rhodes | In: Elizabeth Jeffreys (Hg.): Byzantine Style, Religion and Civilization. In honour of Sir Steven Runciman | Cambridge 2006 | S. 374-393, hier S. 381f.
  • Losse, Michael - Wacht- und Wohntürme aus der Zeit des Johanniter-Ordens (1307-1522) auf der Ägäis-Insel Rhódos (Griechenland) | In: Burgen und Schlösser 4, 2009 (Themenheft: Castles and Towns of the Crusader Period in the Eastern Mediterranean / Burgen und Städte der Kreuzzugszeit im Vorderen Orient) | S. 245-261, hier S. 249f (mit Verzeichnis weiterer Literatur).
  • Losse, Michael - Die Burgen und Festungen des Johanniter-Ritterordens auf Rhódos und in der Ägäis (Griechenland) 1307-1522 | Mainz, 2017.
  • Spiteri, Stephen C. - Fortresses of the Cross. Hospitaller Military Architecture (1136-1798) | Valletta (Malta), 1994 | S. 154.
  • Spiteri, Stephen C. - Fortresses of the Knights | Hamrun (Malta), 2001 | S. 152.
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • k.A.
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  • [31.12.2018] - Neuerstellung.
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