CHÂTEAU DE L'ENGELBOURG | ENGELBURG Weltweit | Europa | Frankreich | Region Grand Est | Département Haut-Rhin | Thann |
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| Allgemeine Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Um 1230 durch die Grafen von Pfirt (Ferrette) gegründete Burg über der Stadt Thann, die 1324 erbweise an die Habsburger gelangte. 1673 wurde sie im Auftrag des französischen Königs Ludwig XIV. gesprengt, wobei vom umgekippten Donjon ein runder Mauerring intakt blieb. Dieses Wahrzeichen ist heute als «L'oeil de la sorcière» (Hexenauge) bekannt. | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bilder | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Quelle: auf Basis der Infotafeln auf der Burg weitgehend neu gezeichnet von O. Steimann, 2025/26 |
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| Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Gründung der Burg durch die Grafen von Pfirt
Der Standort der ältesten Burg in Thann, ein Reichslehen in den Händen der Grafen von Eguisheim, konnte bis heute nicht sicher bestimmt werden. Sie wurde gegen 1230 abgelöst durch eine neue Wehranlage in Spornlage über dem Tal der Thur, die Graf Ludwig III. von Pfirt (Ferrette) errichten liess. Wie gross die neue Burg damals schon war, ist unklar. Mit Sicherheit existierten bereits der runde Donjon, die angrenzenden Wohnbauten und der innerste Bering, möglicherweise auch eine Vorburg. Erstmals erwähnt wird die Engelburg, die den Namen nach dem Erzengel Michael führen soll, als «castrum de Tanne» im Jahr 1234. Damals wurde über die Pfirter Grafen Ludwig und Ulrich wegen der Ermordung ihres Vaters die Reichsacht verhängt, König Heinrich (VII.) zog das Lehen Thann ein, verzichtete jedoch zu Gunsten des Bischofs von Strassburg darauf. Ausbau und Übergang an Habsburg Bereits 1251 übergab der Bischof von Strassburg die Engelburg wieder an die Pfirter, die sie zu einer ihrer bevorzugten Residenzen ausbauten. 1271 übergaben sie die Burg wie auch ihren restlichen Besitz dem Bischof von Basel, um alles sogleich als Lehen wieder zu erhalten. Durch die Heirat mit Johanna, Erbin der Grafschaft Pfirt, gelangte 1324 Herzog Albrecht II. von Habsburg in den Besitz der Engelburg. Die Habsburger liessen die Herrschaft durch Vögte verwalten, später diente sie ihnen auch immer wieder als Pfandobjekt. Die Burg wurde im Spätmittelalter mehrfach erweitert und verstärkt. Sie wurde auch häufig angegriffen: 1415 konnte Pfalzgraf Ludwig III. sie vorübergehend besetzen, 1444 hielt sie dem Ansturm des Söldnerheers der Armagnaken stand, und 1468 wurde ein Angriff der Berner abgewehrt. Burgundisches Intermezzo und Wiederaufbau 1449 war die Engelburg an die Reich von Reichenstein verpfändet, was Habsburg-Österreich aber nicht daran hinderte, diesen Besitz nun neu an Herzog Karl den Kühnen von Burgund zu verpfänden. Erst 1470 konnte dieser das Pfand auslösen und die Wehranlage inspizieren lassen. Die damaligen Berichte zeigen, dass die Festung leergeräumt und in einem verwahrlosten Zustand war. Auch die Burgunder reparierten nur das Nötigste. Nach dem Tod Karls des Kühnen kam die Engelburg 1477 zurück an die Habsburger, die aber weiterhin kaum in ihren Unterhalt investierten. Sie diente noch bis 1571 als Pfandobjekt, erst danach wurde der Wiederaufbau ernsthaft angepackt. Diese Bauarbeiten zogen sich bis 1621 hin, dabei wurden auch ein neuer Wohntrakt und eine neue Burgkapelle errichtet sowie die Wasserversorgung verbessert. Zerstörung im Auftrag des Sonnnenkönigs Das konfliktreiche 17. Jhdt. bedeutete das Ende für die Burg. Im Dreissigjährigen Krieg, zwischen 1633 und 1639, zogen sieben Mal Heere durch Thann und besetzten jeweils auch das Château de l'Engelbourg – abwechselnd französische und schwedische Truppen. Daraufhin geriet die Burg auch während der Fronde in den Fokus militärischer Aktionen, weil sie Gegnern des französischen Königs als Unterschlupf diente, bis Ludwig XIV. sie 1654 besetzen liess. Er übergab die Engelburg zusammen mit zahlreichen ehemals habsburgischen Gütern im Elsass 1658 an Kardinal Jules Mazarin. 1673 aber beschloss der «Sonnenkönig», entgegen dem Willen der Erben Mazarins, die Engelburg definitiv zur zerstören. Diese Arbeit wurde noch im gleichen Jahr ausgeführt. Doch mit den dicken Mauern des Donjons taten sich die königlichen Mineure schwer: Die ersten beiden Sprengungen brachten den Turm nur ins Wanken, erst nach einer dritten Sprengung fiel er auf die Seite. Der unterste Mauerring blieb auch in umgekippter Stellung intakt, so dass man aufrecht hindurchgehen kann. Dieses auffällige Wahrzeichen der Burgruine wird im Volksmund «L'oeil de la sorcière» (Hexenauge) genannt. |
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