BURG HERRSTEIN
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Quelle: Hinweistafel an der Stadtmauer Herrstein:
"Eigentlicher Abriß deß Slos und Stettlein Herstein".
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Allgemeine Informationen
Lage Kleine Burganlage über der malerischen Ortschaft Herrstein gelegen. Burg und Ort sind durchaus sehenswert. Der Bergfried, auch Glockenturm genannt, hat einen Durchmesser von 10 m, und eine Mauerstärke von 3,52m. Sein Mauerwerk ist noch ca 8 hoch und ist heute mit einer 15m hohen Turmhaube versehen.

Die Burg gehörte den Grafen von Sponheim (Spanheim).
Nutzung Privatbesitz, Forstamt
Bau/Zustand Die heutige Kirche ist die ehemalige Burgkapelle. 1772 erhielt die Kirche eine Orgel von der Orgelbauerfamilie Stumm.
Typologie Höhenburg, Ringmauerburg, Landesburg
Sehenswert
  • Ruhestätte der letzten Gräfin von Sponheim, Walpurga
Bewertung -
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 49°46'54.0"N 7°20'13.4"E
Höhe: 330 m ü. NN
Topografische Karte/n
Burg Herrstein auf der Karte von OpenTopoMap
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Der Ort Herrstein ist über die Landstraße L160 erreichbar.
Verschiedene Parkmöglichkeiten im Ort.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Herrstein ist aus Idar-Oberstein mit den Buslinien 346 und 351 erreichbar. Vom Bahnhof Kirn aus ist Herrstein mit dem Bus 869 erreichbar.
Wanderung zur Burg
Die Burg ist über den Höhenrücken auf dem sie steht, sowie aus Richtung der Stadt begehbar.
Öffnungszeiten
Der Burgbereich auf dem die Kirche steht ist freizugänglich.

Der untere Bereich auf dem das "Schloss" steht, ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Besichtigung des Glockenturms
1. Mai bis 31. Oktober donnerstags 16:30 Uhr und samstags 14:30 Uhr.
Eintrittspreise
k.A.
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
Keine Einschränkungen.
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar.
Bilder
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Grundriss
Burg und Stadt

Burg und Stadt
Quelle: Hinweistafel an der Burg.
Historie
Die Ortschaft und die Burg werden erstmals urkundlich im Jahre 1279 als Sitz des Ritters "Ruither von Heresteyn" erwähnt.

Um etwa 1300 wird die Ortschaft mit der Stadtmauer umgeben. Der Ort entwickelt sich schnell zu einem gewerblichen Zentrum und bekommt 1428 Stadtrechte.

Im 12.Jh. unter der Herrschaft von Hildegard von Bingen entwickelte sich die Grafschaft Sponheim in ein bedeutendes Herrschaftsterritorium.

Nach 1260 Stadtgründung Herrstein zum Schutz der Orte Niederwörresbach und Niederhosenbach.

1279 Sitz des Ritters Ruither von Heresteyn.

Um 1300 Errichtung der Stadtmauer.

Anfang des 14. Jh. heiratete Loretta von Salm den Grafen Heinrich II. von Sponheim-Starkenburg, denen wurde das Schloss Herrstein zugewiesen.

1428 erhielt Herrstein Stadtrechte.

1437-1456 wohnte hier die Witwe Gräfin Walpurga von Sponheim.

15.Jh. wurde das Kirchenschiff angebaut.

1674 tragen die Bürgen selbst, aus Angst vor dem französischen General Turenne, teile der Stadtmauer, sowie den Bergfried der Burg bis auf das ca 8m hohe Untergeschoss ab. Kurz darauf wird die Stadt sowie die Burg von französischen Truppen verwüstet.

Um 1700 werden Teile der Stadtmauer und Türme durch Feldzug des französischen Marschalls Turenne geschleift.

1737 stürzte das Burgmannenhaus während eines Sturms ein.

1742 wird das badische Amtshaus auf dem Burggelände errichtet und seitdem Schloss genannt.

1795 rücken erneut französische Truppen in die Stadt ein. Herrstein wird damit Sitz eines Kantons und teil der französischen Republik.
Nach den Befreiungskriegen und dem Wiener Kongress wird Herrstein 1817 mit dem Fürstentum Birkenfeld dem Großherzogtum Oldenburg angegliedert das sich 1918 in den Freistaat Oldenburg umwandelt.

10. Juli 1798 wurde Johannes Bückler genannt Schinderhannes im Gefängnisturm gefangen genommen.

1817 nach dem Befreiungskriegen und Wiener Kongreß wird Herrstein an das Fürstentum Birkenfeld dem Großherzogtum Oldenburg angegliedert.

1918 Freistaat Oldenburg.

1938 werden Stadt und Burg preußisch.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente und Hinweistafel auf der Burg Birkenfeld.
Literatur
  • Thon, Alexander; Ulrich, Stefan; Wendt, Achim - „… wo trotzig noch ein mächtiger Thurm herabschaut“ – Burgen im Hunsrück und an der Nahe | Regensburg, 2013 | S.82ff
  • Hrsg. Heimatkundliche Heimatskreis Herrstein - Das Schloss zu Herrstein (Flyer) | Herrstein, 2015
Webseiten mit weiterführenden Informationen
    -
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  • [23.09.2023] - Neue Bilder hinzugefügt, Literatur, touristische Informationen aktualisiert.
  • [27.08.2023] - Neuerstellung.
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