OBERE BURG
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Allgemeine Informationen
Die Burg war einst eine der größten und bedeutensten Ungarns. Heute zählt sie zu einem der wichtigsten Kulturdenkmälern des Landes. Auf der Burg finden jährlich Ritterspiele statt, bei denen man auch in Rüstungen schlüpfen und sich im Bogenschiessen versuchen kann.
Zur Oberburg gehört die unter ihr gelegene Unterburg mit dem großen Salamonturm. Zusammen sicherten beide die Donau und die Straße nach Budapest.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 47°47'37" N, 18°58'49" E
Höhe: 321 ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
k.A.
Kostenpflichtige Parkplätze an der Burg.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Besichtigung möglich.
Eintrittspreise
Eintritt: ja
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
k.A.
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
k.A.
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
k.A.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Obere Burg
Quelle: Dezsö, Dercsényi - Visegrád Müemlékei. | Budapest, 1951
(durch Autor leicht aktualisiert)
Historie
1246/47 begannen die Bauarbeiten unter König Béla IV. und seiner Frau Maria. Die Königin finanzierte den Bau der Hochburg, ebenso wie den der Unterburg mit Hilfe ihrer Juwelen.
um 1253 wurde der Bau abgeschlossen. Diese erste Burg bestand aus einem Palas, einem Torturm und einen fünfeckigen Bergfried. Sie wurde durch Schenkung Béla´s IV. Eigentum Königin Maria´s.
1301 starb das Königshaus der Árpárden aus und so gelangte die Burg in den Besitz des Königs Wenzel. Danach kam sie in den Besitz Máté Csák´s.
Unter König Károly Róbert fand eine lange und opfervolle Belagerung statt, an dessen Ende die Einnahme der Burg stand.
um 1318 kam es unter Károly Róbert zu größeren Bautätigkeiten. So wurden zwei neue Palasflügel und eine Kapelle errichtet, die 1325 geweiht wurde. Im Jahre 1323 wurde der königliche Hof auf die Burg verlegt. Auch die Heilige Ungarische Königskrone wurde auf die Burg gebarcht und blieb dort, abgesehen von kleineren Unterbrechungen, fast 200 Jahre.
1330 wurde der königliche Hof in die unterhalb der Burg errichte Pfalz verlegt.
1342 starb Károly Róbert in der Burg.
Unter König Lajos I. wurden die Bauarbeiten weiter fortgesetzt. So wurde eine zweite Ringmauer errichtet, in deren westlichen Zwinger ein Wirtschaftshof angelegt wurde.Auch der Burggraben wurde vertieft und erweitert. Während seiner Feldzüge gegen Neapel wurden gefangengenommene italienische Prinzen auf der Burg gefangen gehalten.
1370 wurde Lájos König von Polen. Die polnischen Königsjuwelen wurden ebenfalls in der Burg aufbewahrt.
Unter König Sigismund wurde die Burg weiter ausgebaut. Zu dieser Zeit war die Burg ein wahrer Gigant unter den Burgen. Die Burg wurde durch zwei Ringmauern (!) und einen 10 Meter tiefen Graben gesichert.
1401 wurde Sigismund durch aufständische Adlige auf der Burg gefangengehalten.
1403 kam Sigismund nach Visegard zurück und ließ sich mit der heiligen Krone ernäut als König bestätigen.
ab 1405 gewann Budapest an großer Bedeutung und so zog der Hof in die neue Hauptstadt des Landes um.
Mit der Thronbesteigung König Matthias in den 60iger Jahren des 15.Jahrhunderts begannen noch einmal Bauarbeiten auf der Burg.
1526 Nach der Schlacht bei Mohács in der die Ungarn durch die Türken geschlagen worden sind, konnte der Angriff der Türken auf die Burg abgewehrt werden. Zu dieser Zeit war der ungarische Adel entzweit.
1532 wurde die Burg von König János angegriffen. Die ungarischen Bewacher übergaben die Burg.
1540 wurde die Burg von kaiserlichen Truppen belagert. Diese konnte jedoch nicht eingenommen werden. Auf den Rückmarsch von Buda wurde sie abermals von selbigen belagert. Diesmal wurde sie von den Wachmannschaften an die Belagerer übergeben.
1544 begann die erneute Belagerung der Burg, diesmal jedoch von Mohammed, dem Pascha von Budapest. Nach langem harten Kampf wurde das Trinkwasser knapp. Die Türken versprachen freien Abzug und so ergab sich die Besatzung der Burg. Nach der Aufgabe durch die Verteidiger wurden diese jedoch von den Türken niedergemetzelt.
1595 wurde die Burg von Erzherzog Matthias zurückerobert. Die durch den Beschuss und die Belagerung entstanden Schäden wurden ab 1601 repariert.
1605 wurde die Burg ohne Kampf an Pascha Khodscha Murat übergeben.
1684 befand sich Karl von Lothringen mit fast 18000 Soldaten auf dem Feldzug nach Budapest. Unterwegs belagerte er die Burg, dessen Wachmanschaft sich bald ergab.
1685 wurde die Burg erneut durch die Türken belagert. Die Burg wurde hart verteidigt. Nach dem dritten Sturm auf die Burg wurde der Kampf jedoch aussichtslos. Die Verteidiger übergaben die Burg unter der Bedingung des freien Abzuges.
1686 wurde die Burg entgültig von den kaiserlichen Truppen befreit. Die Burg hatte von da an keine militärische Bedeutung mehr. Leider zerstörten die kaiserlichen Truppen die Burg und so begann ihr Verfall.
ab 1870 wurde die Burg Denkmal und ein Jahrhundert später begannen Restauration und Rekonstruktion der Burg.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Dezsö, Dercsényi - Visegrád Müemlékei. | Budapest, 1951
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • k.A.
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