BURG OBERES BALIKEN
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Allgemeine Informationen
Ruine mit markantem Burghügel und konservierten Mauerresten eines fünfeckigen Turms aus dem 12. oder 13. Jhdt., der möglicherweise von einer Ringmauer umgeben war. Urkundliche Erwähnungen fehlen.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 47° 16' 26.86" N, 08° 53' 50.87" E
Höhe: 649 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 710.380 / 236.940
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Wald liegt 9 km nordöstlich von Rapperswil-Jona im Zürcher Oberland. Im Dorfzentrum in westlicher Richtung abbiegen und der bergauf führenden Strasse zum Ortsteil Blattenbach folgen (wenige Parkmöglichkeiten). Von der Kreuzung in Blattenbach dem markierten Wanderweg bergab zur Ruine folgen (ca. 5 Min. Fussweg).
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Ab Bahnhof Wald mit dem Ortsbus bis nach Blattenbach.
Wanderung zur Burg
Der Jakobsweg (ViaJacobi) führt unmittelbar oberhalb der Burgruine vorbei.
Öffnungszeiten
ohne Einschränkung
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht möglich
Bilder
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Grundriss
Grundriss Oberes Baliken
Quelle: gezeichnet von O. Steimann, 2008
Historie
Das Dorf Wald im Zürcher Oberland war einst von einer ganzen Reihe kleiner Rodungsherrschaften umgeben. Ihre Zentren bildeten Burgen bescheidener Grösse, von denen die meisten schon früh wieder aufgegeben wurden. Gleich vier solcher Anlagen standen beim Zugang nach Wald durch das Tal der Jona. Auf der Südseite die Burgen Strickenberg und Batzberg, auf der Nordseite die Burgen Unteres und Oberes Baliken. Letztere ist die Einzige, von der heute noch bauliche Resten zu sehen sind.
Oberes Baliken liegt auf einem runden, bergseits durch einen Graben geschützten Hügel von etwa 27 Metern Durchmesser. 1936 bis 1939 wurde hier bei einer unwissenschaftlichen Grabung der Mauerstumpf eines fünfeckigen Turms freigelegt und 1940 konserviert. Die Mauer ist mit flachen Fassaden gebaut, ihre Stärke beträgt rund 2,5 Meter. Wahrscheinlich handelte es sich um einen einfachen Wohnturm, der vielleicht von einer Ringmauer umgeben war. Der Grundriss ist für diese Gegend allerdings aussergewöhlich.

Da datierbare Kleinfunde von der Ausgrabung ebenso fehlen wie urkundliche Belege, lässt sich die Erbauungzeit der Burg nicht mehr genau bestimmen. Allgemein wird ihre Gründung im 12. Jhdt. oder in der Zeit um 1200 vermutet. Sie stand möglicherweise im Zusammenhang mit dem bedeutenden Pilgerweg (Jakobsweg), der wenige Meter oberhalb der Burg vorbeiführt und seit dem 14. Jhdt. belegt ist. Spätestens im 15. Jhdt. dürfte die Anlage aufgelassen oder zerstört worden sein.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente
Literatur
  • Bitterli, Thomas - Schweizer Burgenführer, mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein | Basel/Berlin, 1995 | Nr. 818
  • Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hg.) - Kunstführer durch die Schweiz, Bd. 1 | 6. Aufl. | Wabern, 1975 | S. 832-833
  • Reicke, Daniel - «von starken und grossen flüejen»: Eine Untersuchung zu Megalith- und Buckelquader-Mauerwerk an Burgtürmen im Gebiet zwischen Alpen und Rhein [Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Bd. 22] | Basel, 1995 | S. 25-27
  • Zeller-Werdmüller, Heinrich - Zürcherische Burgen | In: Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, 48./49. Jhrg. | Zürich, 1894-1895 | S. 299
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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