Wappen von Frauenfeld
Burgstelle Herten / Frauenfeld - Kanton Thurgau
Historie

 

In einer Urkunde von 1255 tritt ein «Otto de Hertin» als Zeuge im Gefolge des Ritters Berchtold von Baumgarten auf. Dieser Otto von Herten dürfte ein Bewohner, wenn nicht gar der Erbauer der Burganlage beim Hof Obergriesen östlich von Frauenfeld gewesen sein. Das Ministerialengeschlecht, das in den Schriftquellen nur schwer von den Herren von Herten bei Ellikon an der Thur zu unterscheiden ist, hat eine kurze Geschichte. Denn bereits 1268 entschied sich der damalige Burgherr, Adalbert von Herten, Mönch zu werden. Er veräusserte deshalb sein ganzes Hab und Gut. Mit Einwilligung der Abtei Reichenau erwarb in jenem Jahr das Kloster Magdenau den Lehenhof samt der Burg. Diese dürfte in der Folge dem Zerfall preisgegeben worden sein.

Im 1745 erstellten Güterplan der Komturei Tobel wurde nordöstlich neben dem Hof Obergriesen die Burgstelle eingezeichnet. Gegen Ende des 19. Jhdts. soll der Inhaber des Hofs die letzen sichtbaren Mauerreste vom Burgareal entfernt haben. Dieses ist heute von Auge kaum noch als solches zu erkennen. Der Graben, der die Burg Herten früher auf der West- und Nordseite abgeschirmt hat, ist weitgehend ausgeebnet worden. Auf der Ost- und Südseite schützt ein tief eingeschnittenes Bachtobel mit steiler Böschung den einst befestigten Platz. Das Burgareal selbst dient heute als Viehweide.

Herten war bis 1919 eine eigenständige Ortsgemeinde. Dann wurde das Dorf zusammen mit anderen Nachbargemeinden mit der Stadt Frauenfeld vereinigt.

QUELLE: KOMMISSION DES HISTORISCHEN VEREINS DES KANTONS THURGAU. Die Burgen und Schlösser des Kantons Thurgau, I. Teil. Basel 1931. S. 87.

 

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