BURG BÖBIKON
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Allgemeine Informationen
Konservierte Mauerreste einer kleinen Burg mit starkem Turm, Ringmauer und Nebengebäuden auf einem Geländevorsprung über dem Chrüzlibach. Die um 1100 entstandene Anlage war Wohnsitz der Ritter von Böbikon und wurde um die Mitte des 13. Jhdts. verlassen.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 47° 33' 16.98" N, 08° 19' 40.27" E
Höhe: 448 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 666.930 / 267.490
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Ab Bad Zurzach der Hauptstrasse 7 rheinaufwärts bis nach Rekingen folgen. Hier südwärts auf die Baldingerstrasse einbiegen und auf dieser bis nach Unter Baldingen fahren. Nun links abbiegen nach Böbikon. Kurz vor dem Ortseingang liegt links unterhalb der Strasse die Burg. Parkmöglichkeiten am Waldrand unmittelbar neben der Burgruine.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Vom Bahnhof Bad Zurzach mit der Buslinie 358 in Richtung Baldingen bis zur Haltestelle Böbikon, Schulhaus. Nun der Tobeläcker-Strasse unterhalb der Dorfstrasse wenige Schritte bis zur Burg folgen.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
ohne Einschränkung
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht möglich
Bilder
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Grundriss
Grundriss Böbikon
Quelle: Frey, Peter - Neues zur Baugeschichte der Burg Böbikon | In: Jahresschrift Nr. 18 der Historischen Vereinigung des Bezirks Zurzach | Zurzach, 1987 | S. 8-9 | überarbeitet von O. Steimann, 2008
Historie
1113 wird «Erfridus de Bebikon» erwähnt – der einzige namentlich bekannte Vertreter des Geschlechts derer von Böbikon. In ihm ist möglicherweise der Erbauer der ersten Burg zu Böbikon zu sehen, die gemäss den Ausgrabungsergebnissen um 1100 entstand. Sie bestand aus einer Ringmauer und einem steinernen Gebäude im südlichen Teil der Anlage.
Im frühen 13. Jhdt. wurde die gesamte Burg völlig neu erbaut. Diese zweite Anlage bestand aus einer fünfeckigen Ringmauer mit einem Tor im Westen. Markantestes Gebäude war ein bergseitig angelegter Turm, der im Grundriss 6,6 x 7 Meter mass. Ein weiteres Gebäude aus Stein stand in der nordwestlichen Ecke. Letzteres wurde zu einem späteren Zeitpunkt erweitert, indem der Hof östlich davon überbaut wurde.

Wer nach dem oben erwähnten Erfrid von Böbikon auf der Burg sass und um 1200 deren Neubau veranlasste, ist unbekannt. In den mittelalterlichen Schriftquellen wird die Burg selbst nie erwähnt. Dem Fundgut zufolge führten die Burgherren ein eher bescheidenes Leben. Gefunden wurden unter anderem Hufeisen und -nägel, Sporen, der vergoldete Beschlag einer Truhe, Knochenschnitzereien, ein Kesselhaken, Keramikfragmente und ein Bronzebecken. Das Tierknochenmaterial von der Burg stammt erstaunlicherweise ausschliesslich von Haustieren. Offenbar hatten die Herren von Böbikon keine Jagdrechte. Die Datierung des Fundguts zeigt auf, dass die Anlage um die Mitte des 13. Jhdts. aufgegeben wurde. Eine Brandschicht, die in der Umgebung des Turms gefunden wurde, lässt vermuten, dass bei der Auflassung der hölzerne Obergaden dieses Baus einem Feuer zum Opfer fiel.

Die Burg zerfiel, während in der volkstümlichen Überlieferung zu ihrer Geschichte zahlreiche Sagen entstanden. Sie berichten von Raubrittern, unterirdischen Gängen, einem goldenen Kegelspiel und einer wundersamen Uhr, die hier verborgen sei.
Mit der Erforschung der Burg wurde 1946 begonnen. Bei einer ersten Sondierung fand man allerdings keine Mauerreste. Bei einem zweiten Versuch 1949 war man erfolgreicher, worauf die gesamte Anlage 1951 in nur fünf Tagen freigelegt wurde. Eine gründliche Konservierung des Mauerwerks erfolgte allerdings erst 1986. Bei dieser Gelegenheit konnten auch wichtige neue Einsichten zur Baugeschichte der Anlage gewonnen werden.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente
Literatur
  • Bitterli, Thomas - Schweizer Burgenführer, mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein | Basel/Berlin, 1995 | Nr. 9
  • Bosch, Reinhold - Die Burgen und Schlösser des Kantons Aargau | Aarau, 1949 | S. 35
  • Frey, Peter - Neues zur Baugeschichte der Burg Böbikon | In: Jahresschrift Nr. 18 der Historischen Vereinigung des Bezirks Zurzach | Zurzach, 1987 | S. 7-14
  • Hauswirth, Fritz - Burgen und Schlösser der Schweiz, Bd. 3: Aargau | Kreuzlingen, 1967 | S. 38-40
  • Tauber, Jürg - Herd und Ofen im Mittelalter [Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Bd. 7] | Olten/Freiburg i.Br., 1980 | S. 20-22
Webseiten mit weiterführenden Informationen
    k.A.
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