WEHRKIRCHE HOSSMO | HOSSMO FÖRSVARSKYRKA
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Allgemeine Informationen
Bedeutung Die erste Kirche war eine Holzkirche und wurde im 12. Jahrhundert zur Steinkirche bzw. zur Wehrkirche umgebaut. Im 12.-13. Jahrhundert brachen Unruhen ins Land ein. An der Kalmarküste wüteten die wendischen Seeräuber (heute Westslawen), woraufhin die Bevölkerung einen Zufluchtsort brauchte. Das Langhaus erhielt eine Verteidigungsebene mit Schießscharten und einem Magazin.
Lage Die Wehrkirche liegt im Dorf Hossmo auf einer leichten Anhöhe.
Die wurde an dieser Stelle gebaut, weil der Magnat sein Hof am Fusse des Hügels hatte und das Gebiet schon während der Wikingerzeit als zentraler Ort galt. Nicht alt zu weit entfernt befindet sich der Kalmarsund; im Mittelalter ging dieser bis zum Hof des Magnats. An der Mündung befanden sich Absperrungen, um feindliche Schiffe daran zu hindern an Land zukommen.
Nutzung Die Wehrkirche wird heute als Kirche genutzt.
Bau/Zustand Die Wehrkirche hat 4 Bauphasen. In der ersten Bauphase bestand die Kirche aus Holz mit einem Langhaus und einem viereckigen Chor. im 12. Jahrhundert wurde die Holzkonstruktion durch eine Steinkirche ersetzt mit einem Turm, einem Langhaus und einem Chor mit einem runden Apsis und hat ihr grundlegendes Aussehen bis heute bewahrt. Im 13. Jahrhundert wurde das Langhaus um eine Etage aufgestockt, als Verteidigungsbene.

Der Turm wurde durch dendrochronologischen Verfahren auf 1120 datiert. Der Magnat hatte hier seinen Wohnsitz und konnte bei Mässen durch eine Öffnung in der Mauer der Predigt beiwohnen. Die normale Bevölkerung musste im Langhaus stehen, vor dem König Gustav Wasa gab es keine Sitzbänke.

Mit der Reformation unter König Gustav Wasa wurde die Kirche mit einem Waffenhaus erweitert und die Einrichtung wurde entsprechend umgebaut.

Die Wehrkirche war von einer Ringmauer umgeben.
Typologie Wehrkirche
Sehenswert
  • Verteidigungsebene im Langhaus
  • Turm von 1120
Bewertung Die Wehrkirche ist gesetzlich geschütztes Kulturerbe.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 56° 38' 13.80" N, 16° 13' 29.94" E
Höhe: 5 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
nicht verfügbar
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Hossmo liegt südlich von Kalmar direkt an der E22.
Parkplätze an der Kirche.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Der Friedhof jederzeit frei zugänglich.
Die Zugänglichkeit der Kirche ist unbekannt.
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Einschränkungen
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Eine Besichtigung durch Rollstuhlfahrer ist nur sehr beschränkt möglich.
Bilder
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Grundriss
Querschnitt der Nordseite. S. Rosman 1908.
Quelle: Hugo F. Frölén – Nordens befästa rundkyrkor. Band 1 | Stockholm, 1911 | S.37
Querschnitt durch die Nordseite. S. Rosman 1908.
Historie
Zwischen 800 - 1050 Die erste Kirche, aus Holz, wurde am Ende der Wikingerzeit errichtet.
1120 Die älteste Steinkirche geht auf das Jahr 1120 zurück.
Um 1180 Ein Turm wurde über dem Schiff errichtet.
1178 Hossmo war einer der wichtigsten Sitze des Bischofes von Linköping.
1240 Das Langhaus wurde umgebaut und mehr und mehr eine Wehrkirchenfunktion.
1506 Die Wehrkirche hielt einen dänischen Angriff stand.
16. Jh. Mit der Reformation durch Gustav Vasa fanden viele Veränderungen innerhalb der Kirche statt.
Um 1600 Ein Waffenhaus wurde an der Kirche errichtet.
1784 Bau der Sakristei.
1952 Archäologische Untersuchungen an der Kirche.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Martin Hansson – Det medeltida Småland – En arkeologisk guidebok | Lund, 2008
  • Leif Törnquist – Svenska borgar och fästningar, En historisk reseguide | Värnamo, 2007
  • Christian Lóven – Borgar och befästningar i det medeltida Sverige | Stockholm, 1999
  • Hugo F. Frölén – Nordens befästa rundkyrkor. Band 1 | Stockholm, 1911
  • Hugo F. Frölén – Nordens befästa rundkyrkor. Band 2 | Stockholm, 1911
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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