KIRCHENBURG
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Allgemeine Informationen
Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert wehrhaft ausgebaute Kirche mit Resten von schmuckvollen Wand- und Deckenfresken im kreuzgewölbten alten Chorraum.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 46°02'27.6" N, 25°16'43.1" E
Höhe: 460 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Von Brasov über die -13- / E60 Richtung Sighisoara / Targu Mures. In Rupea Gara rechts nach Homorod. Oder von Sighisoara über die -13- / E60 Richtung Brasov / Bucuresti. In Rupea links, den Ort durchfahren bis Homorod.
Kostenlose Parkmöglichkeit vor der Kirchenburg.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Der nächstgelegene Bahnhof ist Rupea (in Rupea Gara, auf der Strecke Brasov - Sighisoara), von dort 3 km Fussweg.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Besichtigung tagsüber möglich.
Der Burghüter, der allerlei über die Kirche und den Ort zu erzählen weiss, wohnt in Hausnummer 374 (in der breiten Strasse gegenüber der Kirchenburg, etwa 300 m von ihr entfernt, auf der linken Seite). Da er nicht mehr gut gehen kann, ist es erforderlich, ihn zur Kirchenburg zu fahren.
Eintrittspreise
k.A.
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
k.A.
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
Toiletten auf der Burg.
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Aufgrund sehr enger Wege im Zwinger und Treppen im Inneren leider nein.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Kirchenburg Hamruden
  1. Westturm
  2. Kirchensaal
  3. Chor
  4. Neuer Chor
  5. Fünfeckiger Turm
  6. Ecktürme
  7. 1899 abgetragener Eckturm
Quelle: Fabini, Hermann - Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen. Bd. 1 | Hermannstadt, 2002
(durch Autor leicht aktualisiert)
Historie
In einem Verzeichnis von Kathedral-Zinszahlungen der Pfarrer des Repser Kapitels wird Hamruden um 1400 erstmals urkundlich erwähnt.

Die etwa Mitte des 13. Jhdts. gebaute, flach gedeckte romanische Basilika (möglicherweise auch Saalkirche) war anfangs von einem Erd- und Holzwall sowie einem Wassergraben umgeben. Der in mehreren Bauabschnitten erfolgte Umbau zur Kirchenburg begann im letzten Viertel des 15. Jhdts.. Dem alten romanischen Chor aus dem 13. Jhdt. wurde ein achtstöckiger, aus Bruchsteinen gemauerter Chorturm mit Schiessscharten und einem holzverschalten Wehrgang als Bergfried aufgesetzt. Seine heutige Gesamthöhe beträgt 30,5 Meter, womit er als einer der höchsten Türme der Kirchenfestungen im Umland von Rupea (Reps) zählt. Um 1500 wurde die ursprüngliche Holzdecke des Kirchensaales durch ein gotisches Gewölbe ersetzt. Der einstige Glockenturm im Westteil mit kreuzgewölbtem Erdgeschoss wurde 1623 befestigt und erhielt ebenfalls einen Wehrgang.

Am 13.April 1623 zerstörte ein grosses Feuer die Holzteile der Wehrkirche und Ringmauern. Unersetzliche Urkunden, die im westlichen Glockenturm aufbewahrt wurden, verbrannten. Drei Jahre, bis zum 17. Juni 1626, stand der Bergfried ohne Dach.

Der baufällige Nordwestturm wurde 1657 durch einen viergeschossigen, 10 Meter hohen, fünfeckigen Turm mit hölzernem Umlauf und Schindeldach ersetzt.

1658, als die im türkischen Auftrag einfallenden Tataren Hamruden niederbrannten, leistete die Wehrkirche erfolgreichen Widerstand. 1663 zogen Moldauer, Kosaken und Tataren marodierend durch Hamruden, ohne die Wehrkirche anzugreifen, die zu stark befestigt schien.

1792 schmolz die grosse Glocke bei einem erneuten Brand. Der neue Chor wurde 1784 mit dreiseitigem Abschluss im Südteil des Kirchensaals errichtet. Der Nordostturm wurde samt der Nordseite der Mauer des Viehzwingers 1899 abgetragen, die Ostseite der Zwingmauer trug man im 19. Jhdt. zur Gewinnung von Baumaterial ebenfalls ab.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Amlacher, Erwin - Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen | München, 2002
  • Fabini, Hermann - Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen. Bd. 1 | Hermannstadt, 2002
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • k.A.
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