KIRCHENBURG
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Allgemeine Informationen
Die Kirchenburg von Honigberg ist eine der am besten erhaltenen bäuerlichen Wehranlagen der Siebenbürger Sachsen. Der Glockenturm ist mit 56 Metern der höchste Kirchturm im Burzenland (Umland von Brasov).
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 45°42'55.9" N, 25°41'05.8" E
Höhe: 529 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Nordöstlich von Brasov.
Kostenlose Parkmöglichkeit vor der Kirchenburg.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Besichtigung tagsüber möglich.
Montag: geschlossen
Eintrittspreise
kostenpflichtig
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
k.A.
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
k.A.
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Zugang zum Burghof möglich.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Kirchenburg Honigberg
  1. Glockenturm
  2. Chor
  3. Seitenkapellen
  4. Torturm und Torwehre
  5. Burghüterwohnung
  6. Verteidigungstürme
  7. Reste der früheren Gaden

K. Kapelle
a. Westportal
b. Südportal
c. Nordportal
d. freigelegte romanische Fenster
Quelle: Fabini, Hermann - Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen. Bd. 1 | Hermannstadt, 2002
(durch Autor leicht aktualisiert)
Historie
Honigberg ist durch den Deutschen Orden gegründet worden. Die erste urkundliche Ortsbezeichnung 1240 ist lateinisch. Der (alte) deutsche Name «Herman» wurde 1404 erstmals urkundlich erwähnt.

Die spätromanische dreischiffige Basilika entstand im 13. Jhdt., sehr wahrscheinlich nach 1240, denn ihre Stilelemente zeigen den Einfluss zisterziensischer Bauart. Der Glockenturm ist mit 56 Metern der höchste Kirchturm im Burzenland. Den ovalen Mauerring aus dem 13. Jhdt. verstärkte man im 15. Jhdt. und ergänzte ihn durch einen zweiten, äusseren Bering. Gleichzeitig erfolgte die Befestigung der 12 m hohen inneren Ringmauer mit sieben viergeschossigen Türmen.

Im 14. Jhdt. wurde der Westturm errichtet, im 15. Jhdt. erfolgte der Umbau der Nordkapelle zur Sakristei. Über der Torwehr erhebt sich der so genannte Fleischerturm aus dem 16. Jhdt.

Am 14. Juli 1552 legte der Moldauer Woiwode Stephan Honigberg in Schutt und Asche, nachdem er den Ort beraubt hatte, die Kirchenburg jedoch nicht einnehmen konnte. 1593 brannten Ort und Kirchenburg nieder, wobei 22 Menschen ums Leben kamen. Nach dem Brand wurde die Kirche 1595 neu eingewölbt.

Am 6. April 1612 traf Gabriel Bathory mit 7000 Mann in Honigberg ein und forderte die Übergabe der Burg, was abgelehnt wurde. Daraufhin wurde das Dorf gebranntschatzt und geplündert. Die Burg wurde beschossen und eine vierzig Klafter grosse Bresche in die Mauer gerissen. Doch über Nacht konnten die Verteidiger diese mit Erde und Kirchengestühl wieder verschließen. Durch gezieltes Kanonenfeuer aus dem Kirchenturm verursachte man empfindliche Verluste bei den Angreifern und traf auch das Zelt des Fürsten. Am 10. April, also bereits nach vier Tagen, musste Bathory unverrichteter Dinge abziehen. Türken, Tataren, Muntenier und Moldauer beschossen die Kirchenburg 1658 ebenfalls ohne Erfolg.

Vor die Torwehr wurde 1644 anstelle der ehemaligen Holzbrücke ein Vorgebäude mit langem Eingangstunnel gesetzt. 1791 Entfernung der Zugbrücke; 1794 erhielt der Glockenturm ein Spitzdach mit vier Ecktürmchen, wobei der Umlauf des Wehrganges abgetragen wurde. 1814 ersetzte man die hölzerne Brücke über den Burggraben durch einen überdachten Gang mit Säulenarkaden. Von 1976 bis 1978 wurden umfangreiche Reparatur- und Konservierungsarbeiten durchgeführt, 1996 die Wandmalereien restauriert.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Amlacher, Erwin - Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen | München, 2002
  • Fabini, Hermann - Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen. Bd. 1 | Hermannstadt, 2002
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • k.A.
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