Wappen von Heidenreichstein
Burg Heidenreichstein / Heidenreichstein - Niederösterreich
Infoseite


Parkmöglichkeiten
Kostenlose Parkmöglichkeiten neben der Burg
Eintritt

Die Burg ist nur gegen Eintrittsgebühr und mit Führung zugänglich

Öffnungszeiten:
Mitte April – Mitte Oktober: Montags geschlossen
Di – So Führungen jeweils um 9, 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr
Bei größeren Gruppen ist eine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen unter www.kinsky-heidenreichstein.at

Gastronomie
keine Gastronomie auf der Burg
Übernachtungsmöglichkeiten
Übernachtung auf der Burg nicht möglich
weitere Infos

Heidenreichstein ist die großartigste Wasserburg Österreichs. Der Felskopf, auf dem sie sich erhebt, überragt nur wenig die Umgebung und wird im Süden vom Hauswehrteich, im Osten vom Romaubach, im Westen und Norden durch künstliche Gräben begrenzt. Das späte Mittelalter schuf jene Anlage der Burg, die uns heute erhalten geblieben ist. Von außen erweckt die Burg durch die gleichmäßig hohe Steilheit der Mauerflächen und deren Kontrast zu den massigen Rundtürmen in gleicher Höhe einen dräuenden Eindruck. Auch die Kamine zeigen eine sonst nie beobachtete Höhe und Ausdehnung. Im Mittelalter ist auch die bauliche Um- bzw. Neugestaltung des äußeren Burghofes mit seiner turmbewehrten Ringmauer geschaffen worden. Der Schwerpunkt des ganzen Baues liegt in der Abwehr; fast keine Fenster, um die Mauer nicht zu schwächen; viereckige und runde Türme mit ihren Wehrgängen flankieren die Mauerzüge, um ein seitliches Beschießen zu ermöglichen. Der Zugang zur Burg erfolgt vom Norden über einen Graben mit darüberführender Zugbrücke und leitet zum Renaissancebau, der 1549/50 von Freiherr Friedrich Christoph Puchheim errichtet worden ist.
Die Vorburg umschließen einfache Gebäudetrakte. Besondere Beachtung verdient die Ostseite, mit dem vierseitigen Bergfried in der Mitte dieses Traktes und dem halbrunden Südturm ("Hungerturm"). Der gewaltigste und wohl auch älteste Teile der Burg ist der Bergfried mit seinem 25 Quadratmeter umfassenden Innenraum. Etwa 1160 dürfte er auf dem Granitfelsen der Au errichtet worden sein. In 14 Metern Höhe sieht man heute noch an der Außenwand den ehemals einzigen Zugang zum Turm, ehe sich die Wohntrakte an seine Flanken anschlossen. Noch jetzt kann man nur kriechend über schmale, 60cm hohe Stufen, die im Innern der Turmmauer laufen, zur Höhe der oberen Geschoße gelangen. Ein einzige Mann genügte, um diese Stiegenschlucht uneinnehmbar zu machen. Im 15. Jahrhundert überbaute man den mit schönen spätgotischen Fliesen versehenen "Rittersaal" in zehn Meter Höhe mit einem Dachgebälk, das sich wie der Rumpf eines riesigen Schiffes über den Raum stülpt. Im 18. Jahrhundert, als man eine solche Höhe nicht mehr ertrug und sie auch unpraktisch fand, wurde ein Boden eingezogen, und es entstanden 2 Säle. Ähnlichen, in der Spätgotik nur umbauten Raum, aus dem man erst im 18. und auch im 19. Jahrhundert Räumlichkeiten schuf, besaß die Burg in allen Trakten.

Literatur
Georg Clam Martinic - Österreichisches Burgenlexikon. Linz, 1992 (2. Auflage)
Hans Max von Aufsess - Burgen. München, 1988.
Gerhard Stenzel - Von Burg zu Burg in Österreich. Wien, 1973.
Gerhard Reichhalter, Karin Kühtreiber, Thomas Kühtreiber - Burgen Waldviertel Wachau. St. Pölten 2001.


Ansicht der Burg


Historie
Ansichten
Grundrißplan

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