CASTELLO NORMANNO-SVEVO
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Allgemeine Informationen
Die Burg entstand wahrscheinlich im 10. Jh. und wurde später von den Normannen und Templern komplett umgestaltet und verstärkt. Im 12./13. Jh. gehörte das Castello von Sannicandro die Bari zu den stärksten Burgen des gesamten Königreichs.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 40°59'59.2" N, 16°47'54.6" E
Höhe: 179 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Der Ort Sannicandro di Bari liegt südwestlich von Bari und ist über die SP236 erreichen.
Die Befestigung liegt im Ortszentrum und ist ausgeschildert.
Parkmöglichkeiten rund um die Burg.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Außenbesichtigung jederzeit möglich.
Eintrittspreise
k.A.
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Für Rollstuhlfahrer erreichbar.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Castello Normanno-Svevo
Quelle: Hinweistafel an der Burg.
(durch Autor leicht aktualisiert)
Historie
Der Bau entstand im 10. Jahrhundert als viereckige Befestigung mit je einem Rundturm an jeder Ecke unter den Langobarden.
1054 Während der ersten apulischen Okkupation durch die Normannen, beschließen Herzog Umfredo d'Altavilla und sein Bruder Guglielmo di San Nicandro das Hinterland von Bari mit Stützpunkten gegen die Stadt, welche zu dieser Zeit noch byzantinisch war, zu befestigen. Einer dieser Stützpunkte war Sannicandro, wo die Normannen die Ruinen einer älteren Burg vorfanden. Der Ort wurde zu Ehren Guglielmo di San Nicandros in Sannicandro di Bari umbenannt. Die ältere Vorgängeranlage wurde anschließend von den Normannen vollkommen umgestaltet. Bei dieser Umgestaltung wurde der Anlage eine viereckige Form gegeben. Zudem wurde sie mit eckigen Türmen an den Ecken versehen.
1119 Emma von Hauteville (Altavilla) überläßt den Zehnten der Burg der Abtei San Michele Arcangelo di Montecaglioso, damit die Mönche die Messe in der Kirche der Burg, San Nicola, halten. Dies bedeutet, daß die in der Nordostecke der Burg liegende Kirche San Nicola zu diesem Zeitpunkt bereits gestanden haben muß.
1124 Tod Emmas von Hauteville. Ihr Bruder Roger II., ab 1130 König, verlangt er die von seiner Schwester Emma gemachten Schenkungen von der Abtei San Michele Arcangelo di Montecaglioso zurück. In diese Zeit fällt eine weiterer Ausbau der Burg, bei welchem u.a. zusätzlich zu den vier Ecktürmen weitere vier Mitteltürme errichtet werden, so daß die Burg schließlich acht eckige Türme besaß (sechs dieser acht Türme sind heute noch erhalten). Zusätzlich erhielt die Burg ine Zugbrücke und wurde von einem wassergefüllten Graben umgeben. Diese Ausbauten machten die Burg zu einer der stärksten Befestigungen im gesamten Königreich.
um 1200 Die Templer übernehmen die Burg und passen sie ihren Bedürfnissen an. An der Nordseite der Burg erfolgt der Bau eines großen Gebäudes, welches als Warenlager (Untergeschoß), Stall (Erdgeschoß) und zu Wohnzwecken (Obergeschoß) diente. Zusätzlich wurde der Graben verlegt und erweitert sowie eine Vorburg angelegt.
1228/29 Als der exkommunizierte Kaiser Friedrich II. sich auf einen Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems begab, rebellierten die papsttreuen Templer gegen den Kaiser. Nach seiner Rückkehr aus dem Hl. Land stellte der Kaiser die Ordnung wieder her und vertrieb die Templer aus der Burg Sannicandro. Um die Erinnerung an die Templer zu tilgen, wurde Zerstörungen an der Burg durchgeführt (u.a. wurden einige der Türme abgebrochen) und sie wurde aufgelassen.
um 1242 Laut S. Mola erfuhr die Burg in staufischer Zeit einen Ausbau zu einer herrschaftlichen Residenz. Dies wiederspricht jedoch den Angaben von N. Racanelli, der erste Wiederherstellungsarbeiten an der Burg in die Zeit der Anjou (nach 1266) datiert.
1304 Die Burg wird der Basilica di San Nicola von Bari geschenkt.
ab 1863 Umbau der Burg. Um sie bewohnbar zu machen, werden Appartments in sie eingebaut.
1967 Die Kommune Sannicandro di Bari kauft die Burg für 10,5 Mio. Lire. In den folgenden Jahren werden die Einbauten des 19. Jh. wieder entfernt.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • De Vita, Raffaele – Castelli, torri ed opere fortificate di Puglia | Bari, 2001 (4. Auflage)
  • Mola, Stefania - Apulien. Die Schlösser | Bari, 2007
  • Racanelli, Nicola - Il castello normanno svevo di Sannicandro di Bari | San Severo, 2010
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • k.A.
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