SCHLOSS STREHLA
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Allgemeine Informationen
Renaissance-Schloss des 15./16. Jahrhunderts, welches aus einem deutschen Burgward des 10. Jahrhunderts entstanden ist. Die Anlage besteht aus einer Kernburg und einer geräumigen Vorburg. Im Westen schließt sich an das Schloss ein großer, halbkreisförmiger Lustgarten des 17./18. Jahrhunderts an. Im Südwestturm befindet sich die kleine, mit prachtvollen Wandmalereien ausgeschmückte Trinkstube. An der Südostecke des äußeren Torhauses befindet sich ein kleiner Flankierungsturm, welcher die einzigste Wehranlage des Schlosses ist. Am Fuße des Schlossbergs befindet sich der sog. "hydraulische Widder", der allein durch Wasserkraft seit 1855 Wasser zum Schloss hinauf pumpt.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 51°21'19.0" N, 13°13'33.4" E
Höhe: 120 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
Privatbesitz!
Bitte achten Sie die Privatsphäre der Bewohner.
Anfahrt mit dem PKW
Strehla erreicht man von Leipzig oder Dresden aus über die B 6. Nach Oschatz oder Meißen auf die B 169 Richtung Riesa abbiegen und dieser bis vor die Elbbrücke folgen. Vor der Brücke erst nach rechts und dann nach links auf die B 182 (Berliner Str.) einbiegen und dieser bis Strehla folgen. In der Stadt auf dem Markt nach rechts in die Torgauer Str. einbiegen, auf der folgenden Linkskurve nach rechts abbiegen und der Straße geradeaus folgen - das äußere Torhaus ist von hier aus zu sehen.
Kostenfreie Parkplätze vor der Anlage.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Außen- und Hofbesichtigung (außer Lustgarten) jeder Zeit möglich.
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
k.A.
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
k.A.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Schloss Strehla
Quelle: Sobotka, Bruno J. /Strauss, Jürgen - Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Sachsen | Stuttgart, 1996 | S. 687 ff
(durch Autor leicht aktualisiert)
Historie
vor 900 Schon damals befand sich hier ein befestigter slawischer Herrensitz.
nach 930 Entstand hier ein deutscher Burgward, welcher zusammen mit Meißen als einer der ersten christlichen Stützpunkte entlang der Elbe in diesem Gebiet gilt. An der nahegelegenen Elbfurt trafen sich mehrere bedeutende Straßen wie die Salzstraße oder der Jakobsweg.
1002 Erste Erwähnung des Ortes in einer Ukrunde des Bischofs Thietmar von Merseburg, als Bolesław I. Chrobry die deutsche Ostexpansion aufhalten wollte und dabei die Burg zerstörte.
1064 Die Burg war im Besitz des Bistums Naumburg.
13./14. Jh. Auf diese Zeit wird der Unterbau der beiden Türme datiert. Als Erbauer der Burg werden die Herren von Glaubitz zu Brieg genannt.² Besitzer der Burg waren unter anderem auch die Markgrafen von Meißen.
1335 Wurde der Rittersaal wahrscheinlich nach einer Zerstörung neu errichtet.
1384 Gelangen die Ritter von Pflugk, ein altes böhmisches Adelsgeschlecht, in Besitz der Burg.
1429 Burg und Stadt werden während der Hussitenkriege stark zerstört.
15./16. Jh. In dieser Zeit entstand die heute sichtbare Anlage.
1532 Entsteht die prächtige Trinkstube im Südwestturm.
um 1560 Entsteht die Vorburg und das äußere Torhaus.
17. Jh. Die Giebel der Türme kommen hinzu.
1883 - 1884 Der Nordflügel wird wird nach seinem völligen Ausbrennen auf altem Grundriss komplett neu errichtet und die gesamte Anlage wird saniert. Auch jegliche Maßwerkgiebel der Schlossbauten stammen aus dieser Zeit.
1945/46 Durch die Bodenreform wird die Familie von Pflugk enteignet.
1946 - 1977 War im Schloss ein Kinderheim untergebracht.
seit 1994 Befindet sich die Anlage in Privatbesitz.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Hinweistafeln am Schloss.
Literatur
  • Dehio, Georg - Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen 1 | München, Berlin, 1996 | S. 819 ff
  • Hoppe, Günther / Coblenz, Werner u.a. - Historischer Führer. Bezirke Dresden, Cottbus | Leipzig, 1982
  • Hotz, Walter - Kleine Kunstgeschichte der deutschen Burg | Darmstadt, 1991
  • Maresch, Hans u. Doris - Sachsens Schlösser & Burgen | Husum, 2004 | S. 236-237 ff
  • Sobotka, Bruno J. /Strauss, Jürgen - Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Sachsen | Stuttgart, 1996 | S. 687-688 ff
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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