Wappen von Nieste
Burg Sensenstein / Nieste - Hessen
Historie


Um 1372

wurde die Burg von Ldgf. Hermann v. Hessen gegen den braunschweigischen Sichelstein (Burg Sichelnstein, Niedersachsen) erbaut, um den Räubereien einhalt zu gebieten.

1438

wurde die Burg wieder erwähnt, als sie von Ldgf. Ludwig I. als Lehen an den Ritter Sittich v. Berlepsch kam.

1461

gab Ldgf. Ludwig die Burg den v. Berlepsch ihre Stammburg im Tausch gegen den Sensenstein zurück, da dieser als Jagdsitz für den Kaufungerwald besser gelegen war.

1483-1561*²

wurde die Burg mit ihren Gütern hessisches Lehen der Grafen v. Berlepsch. Danach mehrmaliger Besitzerwechsel bzw. Lehnsherren. Die Burg hatte an Bedeutung verloren und verfiel.

1585*²

war nur noch ein Hof vorhanden, zudem die Burgruine gehörte.

1601*²

belieh Ldgf. Moritz d. G. seine Rat Eberhard v. Weihe mit dem Anweisen, wobei die Burg bereits verfallen war. Seine Nachkommen verkauften sie an den hessischen Geheimrat Gf. Dietrich v. Kunowitz.

1677*²

ließ Gf. Dietrich v. Kunowitz die verfallenen Gebäude abräumen und den Turm (Höhe 22m) sprengen.

1699*²

erwarb die Landgräfin Amalie, Gemahlin Ldgf. Karl, und ihr Sohn den Hof und einschließlich das Gut Windhausen.

1767*²

ging das Gut Windhausen an den Generalmajor Martin-Ernst v. Schliefen über.

1773*²

wurde der Sensenstein als Staatsgut verpachtet.

Seit 1900*²

war auch der Hof unbewohnt. Die Ländereien selbst wurden von Windhausen bewirtschaftet.

1919*²

zog ein Kasseler Gastwirt in das verfallene Gemäuern des Hofes ein, der das Wohnhaus instandsetzte und als Gasthaus einrichtete.

1946*²

fanden auf dem Senstenstein die ersten Zeltlagerfreizeiten der Kreis Jugendpflege statt, die in der Folgezeit eine feste Einrichtung wurden.

17. September 1954*²

fand die Grundlegung für die Jugendbildungsstätte des Landkreises Kassel statt.

29. September 1962*²

wurde die Anlage als Jugendburg Sensenstein eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.

Quelle: Rudolf Knappe - Mittelalterliche Burgen in Hessen. Gudensberg, 2000. *²) Informationstafel an der Burg


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