Wappen von Schlitz
Burg Schlitz / Schlitz - Hessen
Historie


20. September 812 wird Schlitz erstemalig urkundlich erwähnt, als der Mainzer Erzbischof Richolf auf dem Hügel Slitese eine der Heiligen Margaretha gewidmete Kirche weiht. Zum Schutz der Kirchen werden Vögte eingesetzt.

Um 1100 machen sich Unruhen breit, so dass eine Befestigung des Burghügels nötig wird.

1116 Schlitz war ursprünglich fuldischen Lehen der Gf. v. Ziegenhain und kam jetzt an die Herren v. Schlitz. *²

Ab 1377 führten die Herren v. Schlitz den Beinamen v. Goertz, dessen Herkunft ungeklärt ist. *²

1116/1118 werden in Schenkungsurkunden des Klosters Fulda Erminoldus de Slitese und sein Frau Gerbiga als Zeugen genannt. Von diesem Ehepaar führt eine ununtergebrochener Stammbaum bis heute als das Schlitzer Adelsgeschlecht.

1265 wird die im Tal des Schlitzflusses gelegene Burg Niederschlitz zerstört. Infolge dieser Auseinandersetzung werden die Bewohner des Rings um die Oberburg mit mehr Rechten ausgestattet.

1418 wird Schlitz als Burg-"Flecken" mit eigener Gerichtsbarkeit bezeichnet.

1439 wird Schlitz als Stadt genannt, d.h. das Schlitz zwischen 1418 und 1439 die Stadtrechte verliehen bekommen hat.

Die im 15.Jhdt. durch die Stadtrecht verbundene Verleihung des Marktrechtes führte zu einer grundlegenden Veränderung der Bauchfluchten im Innenstadtbereich.

Im Verlauf des 16. Jhdt. wurden aus den ehemaligen Befestigungsanlagen, Wohnburgen, wobei die Teile der Stadtmauer, Wehrgänge, Zwinger und Wallgräben teilweise beseitigt wurden.

1546 wird in Schlitz erstmalig evangelisch gepredigt.

1563 erhalten die Herren von Schlitz das Kollaturrecht zur Bestzung der in ihrer Herrschaft gelegenen Parrstellen, womit die Reformation als eingeführt angesehen werden kann.

Gegen Ende 17. Jhdt. setzt rege Bautätigkeit ein, deren Stadtbild wir noch heute sehen können.

(Quelle: Stadt Schlitz (Hrsg.) - Burgenstadt Schlitz. Schlitz, 1997; *² R. Knappe - Mittelalterliche Burgen in Hessen. Gudensberg, 2000.)

 

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