Wappen von Ohlstadt
BURG SCHAUMBURG
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Historie

Grundriss

1096 - Ein gewisser Rudolf von Owelstadt, ein Ministeriale der Andechser Grafen, wird in einem Rechtsstreit mit dem Bischof von Freising erwähnt. Es geht um einen Überfall mit Geiselnahme.

1120 - Ein Heinrich ze Skovenbruch ist belegt, doch am Ende des 12. Jahrhunderts verschwinden die Schauenburger und machen den Grafen von Eschenlohe Platz.

1294 - Ohlstadt wurde zusammen mit dem südlicher gelegenen Loisachburgen Eschenlohe und Werdenfels an das Hochstift Freising abgetreten.

1347/48 - Ein Leuthold von Schenkenau meldet den Wiederaufbau der "zerprochen Feste Schönwenperch". Der Grund der Zerstörung ist nicht bekannt, aber da die neuen Herren treue Parteigänger der Wittelsbacher sind, muss die Burg vorher an den Herzog gefallen sein.

1362 - Die Herren von Kammer (Chammer) sind nun als Besitzer der Schaumburg verbürgt. Für das begüterte Geschlecht ist dies aber nur ein Nebensitz.

1392 - Während des wittelsbachischen Teilungskrieg nimmt Arnold der II. von Kammern, unter seinem Namen, aber als „Strohmann“ ein Darlehen bei den Münchnern auf, dass in Wirklichkeit für seinen herzoglichen Herrn Ludwig V., den Brandenburger bestimmt ist. Nach seinem Tod hinterlässt er deshalb seinem Sohn einen beträchtlichen Batzen Schulden.

1413 - Nach einem langjährigen Rechtsstreit mit Gebhart von Kammer belagern Schützen aus München und ein Haufen Söldner ab November die Schaumburg. Doch der Burgkommandant verteidigt seinen Adlerhorst hartnäckig und wird von den Untertanen aus dem Gerichtsbezirk Ohlstadt unterstützt.

1414 - Da nach elfwöchiger Belagerung das gesammelte Regenwasser in der Zisterne ausgegangen ist, müssen sich die Belagerten am 2. Februar ergeben und die Schaumburg wird zerstört.

1415 - Ein Räuberhauptmann namens Schneeberger setzt sich mit seiner Bande auf der Ruine Schaumburg fest und plündert vorüberziehende Kaufleute und Flößer nach Strich und Faden aus.

1417 - Nachdem die Murnauer den Räuberhauptmann in der Feste überwältigt haben, wird er "als erwiesener und vermehrter Straßenräuber" geköpft.

1482 - Weil die Schaumburg von den Herren von Kammern nicht mehr aufgebaut wurde, wird sie bereits jetzt als Burgstall bezeichnet.

1493 - Oswald von Weichs veräußert die Schaumburg zusammen mit der Hofmark Ohlstadt an das Stift von Schlehdorf, nachdem er es einige Jahre zuvor erworben hatte.

1880 - Nachdem sich die Natur den Platz zurückerobert hatte, werden nun angeblich die letzten Ruinenreste für den Bau eines Sommerhäuschens abgetragen.

Quelle: Michael Weithmann - Ritter und Burgen in Oberbayern. Dachau, 1999.
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