Wappen von Weißensee
BURG WEIßENSEE / RUNNEBURG
Europa / Deutschland / Thüringen / Sömmerda / Weißensee

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Historie

Grundriss

1168 - Soll der Bau der Burg durch die Landgräfin Jutta Claricia (eine Schwester des Kaisers Barbarossa) auf okkupiertem Boden der Grafen von Beichlingen erfolgt sein. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen konnten die Bauten beim Palas und diesen selbst auf die Zeit um 1170 datieren.

In der Folgezeit entwickelte sich die Burg zu einer der großartigsten pfalzähnlichen Anlagen der Thüringer Landgrafen.

1180 - Bildete sie bei den Auseinandersetzungen mit den Welfenherzog Heinrich der Löwe einen starken Rückhalt.

1204 - Im welfisch-staufischen Thronstreit konnte die Burg nicht bezwungen werden, mußte jedoch nach Rückzug eines Entsatzheeres kapitulieren.

1212 - Die Entscheidung in diesem Streit fiel wohl vor der Burg, die der Welfe Otto IV. vergeblich mit neuester Belagerungstechnik (der Steinschleuder "Triboc", deren bis 100kg schwere Kugeln 1993 geborgen wurden) zu erobern versuchte.

Nach dem Aussterben der Landgrafen übernahmen die Wettiner die Anlage.

1319-1345 - War der Minnesänger Heinrich Hetzbolt, der Kastellan der Burg.

Vom Ausgang des Mittelalters an diente sie lediglich als Witwen und Behördensitz.

16. Jh. - Auf Grund größerer Umbauten wurde die mehrfach erhaltene romanische Bausubstanz bis in unser Jahrhundert verkannt.

ab Mitte der achtziger Jahren - Existieren Bemühungen zur Erhaltung dieser Substanz.

1990 - Gründung des "Verein zur Rettung und Erhaltung der Runneburg in Weißensee/Thür. e.V.".

1996 - Die Anlage gehört der Thüringer Schlösserstiftung und wird von einem Verein betreut.

März 2010 - Der Runneburgverein hat seinen Kulturbetrieb auf der Runneburg nach 20 Jahren unwiderruflich und vollständig eingestellt.

Quellen: Thomas Bienert - Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Gudensberg, 2000.
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