Wappen von Hohentengen
Burg Rotwasserstelz (Rötteln) / Hohentengen - Baden-Württemberg
Historie

 

Die Burg Rotwasserstelz oder Rötteln gilt als Gründung der 1236 erstmals erwähnten Freiherren von Kaiserstuhl. Diese stammten wahrscheinlich von den Herren von Wart ab und besassen beidseits des Rheins weit verstreute Güter und Rechte. Als Zentrum der Anlage errichteten sie auf einem Felsklotz nahe dem Flussufer den massiven Turm, dessen Grundmauern über 3 Meter dick sind. Er ragt heute noch vier Stockwerke hoch auf. Südlich daran schlossen sich ein Hof mit Brunnen und der Palas an.

Adelburg von Kaiserstuhl heiratete Lütold VI. von Regensberg, der um 1254 am gegenüberliegenden Rheinufer die Stadt Kaiserstuhl gründete. Nach dem Niedergang der Regensberger mussten diese 1294 die Herrschaft Kaiserstuhl samt der Burg an Bischof Heinrich II. von Konstanz veräussern. Fortan residierte ein bischöflicher Vogt im Turm. Nach ihren Erbauern hiess die Burg aber noch bis ins 14. Jhdt. hinein «Burg Kaiserstuhl» - erst später kamen die Namen Rotwasserstelz oder Rötteln auf.

Bis zur Helvetischen Revolution von 1798 verblieb die Herrschaft Kaiserstuhl mit der Burg Rotwasserstelz unter bischöflicher Verwaltung. Nach der Auflösung der alten Herrschaftsstrukturen war die Anlage als Beamtensitz jedoch überflüssig geworden und wurde 1803 an Private verkauft. Im 18. und 19. Jhdt. kam es zu zahlreichen baulichen Veränderungen.

QUELLEN: WENZINGER PLÜSS, Franziska/FREI-HEITZ, Brigitte. Kaiserstuhl [Schweizerische Kunstführer GSK, Nr. 710]. Bern 2002. S.23-24. / HAUPTMANN, Arthur. Burgen - einst und jetzt. Bd. I. Konstanz 1984.

 

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