Wappen von Vohenstrauss
Burg Roggenstein / Vohenstrauß-Roggenstein - Bayern
Historie


1150

Erste urkundliche Erwähnung mit Adalbert von Rakkendorf in einer Schenkungsurkunde der Brüder Willhof an das Kloster Reichenbach.
Das Geschlecht der Rakkendorfer dürfte zu dieser Zeit noch auf dem Alten Haus gesessen sein, ehe diese sich die neue Burg im Norden erbauten.

1341

Johann Dreswitz (Treswitz) und dessen Sohn kaufen die nördliche Burg und übertragen den ehemals freien Besitz der Rakkendorfer dem Böhmenkönig Johann zu Lehen auf.

1382

March Dreswitz verkauft die Burg mit Zubehör an die Landgrafen von Leuchtenberg.

1399

Niklas von Stein wird neuer Besitzer des nördlichen Teils.

1404

Die Freiherren von Stein vereinen den getrennten Besitz und nennen sich nun Freiherren von Stein zu Stein und Rackenstein (später Roggenstein).
Unter Wilhelm von Stein, der seinen Besitz als frei sah und die Halsgerichtsbarkeit verlangte, kommt es zur Belagerung durch die Landgrafen von Leuchtenberg und teilweisen Zerstörung der Burg Roggenstein.

1543

Thomas von Reitzenstein kauft Rackenstein, macht jedoch nur eine Anzahlung und stirbt nach einem Jahr ehe die Schuld beglichen war. Landgraf Georg übernimmt den Besitz zahlt dem Verkäufer, Mathes von Stein, jedoch auch nicht die volle Summe, der dann in Gaisheim verstirbt.

1544

Walter von Habsberg erwirbt Rackenstein und läßt die immer noch zerstörte Burg neu aufbauen.

1557

Nach Streitigkeiten mit den Landgrafen von Leuchtenberg verläßt Walter von Habsberg Rackenstein, da dieser gegen den Willen des Landgrafen hier die Reformation eingeführt hatte.
Die Landgrafen machen Rackenstein zum Sitz ihrer Richter. Als erster ist Sigmund von Nankenreuth, Landsasse in Schretz bei Bayreuth, zu Rackenstein im Richteramt.

Zwischen 1579 - 1584

Joachim von Kindsberg (Künsberg) auf Rackenstein gesessen, diesem folgen die von Giech (später Grafen von Giech) mit Sebastian von Giech.

1648

Nach dem Ende des 30jährigen Kriegs versuchen die von Giechs das Rittergut zu verkaufen und finden erst mit dem General Druckmüller einen Käufer. Zuvor war nach dem Aussterben der Landgrafen von Leuchtenberg die Grafschaft an die Wittelsbacher gefallen, deren General Druckmüller war.

1692

Druckmüllers Schwiegersohn, Christohp von Seiboldsdorf, übernimmt das Rittergut.

1738

Friedrich von Eberz erwribt das Gut von den Seiboldsdorf.

1859

Die Erben der Freiherren von Eberz verkaufen das Rittergut an einen von Grafenstein, der schließlich den gesamten Besitz zertrümmert.

Quelle: Stadt Vohenstrauß - Vohenstrauß im Wandel der Zeiten - Vohenstrauß, 1978


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