Wappen von Fränkisch Crumbach
Burg Rodenstein / Fränkisch Crumbach - Hessen
Infoseite


Parkmöglichkeiten
Anfahrt/Parkplätze
Anfahrt durch Fränkisch Crumbach in südl. Richtung über die Rodensteiner Strasse, Parkplatz bei Pension/Restaurant "Hofgut Rodenstein", von dort fünf Minuten Fußweg zur Ruine. Lohnend, aber wesentlich länger (2 - 3 Stunden), ist eine Wanderung von Fränkisch Crumbach aus über die "Nonroder Höhe" und den "Rimdidim" zum Rodenstein.
Eintritt
jederzeit frei zugänglich
Gastronomie
Pension-Restaurant "Hofgut Rodenstein", unterhalb der Burgruine gelegen, bodenständige, Odenwälder Küche in landschaftlich traumhafter Lage, Wochenend-Pauschalangebote für Wanderer, Tel. und Fax: 0 61 64 - 10 81
Übernachtungsmöglichkeiten
Übernachtung auf der Burg nicht möglich
weitere Infos
Im 13. Jahrhundert errichten die Herrn von Crumbach auf einem eigens dazu "gerodeten Stein" (mundartlich: Rurestaa) am Osthang eines mit der Neunkircher
Höhe zusammenhängenden Bergmassivs, an einem Seitental des oberen Gersprenztals eine Burganlage. Der Rodenstein gilt als "Gegenburg" zur Burg Reichenberg der Herrn von Erbach. Ab 1245 nennt sich eine jüngere Linie der Crumbacher "von Rodenstein".

Die ältere Kernburg besteht aus einem Mauerrechteck mit gerundeten Ecken, das gegen die Bergseite eine verstärkte Schildmauer ausweist. Der ursprüngliche
Palas ("Alter Bau") befand sich in der Nordostecke, das Burgtor in der Mitte der Südmauer. Um die Kernburg war ein Zwinger angelegt, der im späten Mittelalter durch Flanken- und Tortürme verstärkt wurde. Ebenfalls in der Mitte des 15. Jahrhundert entstand in der Kernburg ein neuer, größerer Palas ("steinerner Stock") der das westlich gelegene Drittel des Burghofs in der Kernburg einnahm.

1650 ist die Burg in einem so schlechten Zustand, daß Friedrich v. Rodenstein seinen Wohnsitz in Heppenheim nehmen muß. 1671 sterben die Rodensteiner aus.

Besichtigenswert ist außerdem die ev. Pfarrkirche in Fränkisch Crumbach, die Grablege der Herrn v. Rodenstein war. In der Kirche finden sich ihre Grabdenkmale vom späten Mittelalter bis zum Ende des 16. Jahrhunderts. Bedeutend ist das Epitaph des im Hl. Jahr 1500 in Rom verstorbenen Junkers Hans v. Rodenstein an der Nordwand der Kirche. Es gilt als eines der qualitätvollsten Grabdenkmale der Spätgotik in Deutschland.

Mit der Ruine Rodenstein verbinden sich die Sagen um den "Schnellerts-Geist" (siehe Burg Schnellerts im Odenwald). Beide Burgen haben aber historisch
gesehen nichts miteinander zu tun.

Literatur
Thomas Steinmetz - Burgen im Odenwald, 1998
Rudolf Knappe - Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2000


Ansicht


Historie
Ansichten
Grundrißplan

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