Wappen von Reichelsheim (Odenwald)
BURG REICHENBERG
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Historie

Grundriss

Anfang 13. Jh. Die Schenken von Erbach bringen Gebiete aus der Herrschaft Crumbach an sich.

1230 – 1240 Es wird vermutet, dass eine alte ehemals crumbachische Burg auf dem Reichenberg von den neuen Besitzern, den Schenken von Erbach, ausgebaut wird.

Mitte 13. Jh. Die Erbacher teilen sich in die Linien Erbach-Erbach und Erbach-Reichenberg.

1307 Unter dem Druck der Pfalzgrafen wird auch aus dem ursprünglichen Allod Reichenberg ein pfälzisches Lehen.

Anfang 14. Jh. Nach einer erneuten Erbteilung ist Burg Reichenberg gemeinschaftlicher Besitz der Linien Erbach-Reichenberg und Erbach-Reichenberg-Michelstadt.

14. Jh. Die umfassende Zwingermauer mit Halbrundtürmen und die tiefer liegende Vorburg werden errichtet. Die Burg ist stets mit Burgmannen besetzt und dient zeitweilig als Witwensitz der Erbacher.

1503 Mit Schenk Erasmus erlicht die Linie Erbach-Erbach. Unter Eberhard XIII. von Erbach-Reichenberg entsteht das neue Stammhaus Erbach.

1531 Die Linie Erbach-Reichenberg-Michelstadt erlischt.

1554 Errichtung des zweistöckigen Herrenhauses mit schildmauerähnlicher gebogener Außenwand (Krummer Bau).

1618 -1648 Im Dreißigjährigen Krieg ist die Burg wiederholt Zufluchtort der Bevölkerung. Verliert danach aber ihre Bedeutung und verfällt teilweise.

1672 und 1717 Erneute Teilung der Erbacher in mehrere Linien. 1717 ist die Burg im Besitz von Graf Georg Wilhelm, der hier wohnt.

Anfang 18. Jh. Bau des Amtshauses durch Graf Georg Wilhelm.

1731 Graf Georg Wilhelm zieht in das Schloss in Erbach. Reichenberg, das jetzt Schloss genannt wird, dient nur noch als Wohn- und Amtshaus der gräflichen Beamten.

1748 Endgültige Teilung der Erbacher, in die Linien Erbach-Erbach, Erbach-Fürstenau und Erbach-Schönberg.

1806 Die Erbacher Lande im Odenwald fallen an das Großherzogtum Hessen.

1876 Das Schloss kommt in Privatbesitz und ist bis 1924 eine Privatschule für Knaben der gehobenen Stände.

1979 Der gemeinnützige Verein „Offensiver Junger Christen“ erwirbt das Schloss und baut es zu einer internationalen Begegnungs- und Tagungsstädte aus.

Quellen: Rudolf Knappe – Mittelalterliche Burgen in Hessen. Gudensberg 2000. /
Rainer Türk – Wanderungen zu den Schönsten Burgen und Schlössern im Odenwald Teil 1. Lorsch 2006.
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