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ZITADELLE PETERSBERG
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Historie

Grundriss

Eine Befestigung auf dem Petersberg reicht in die fränkische, möglicherweise aber auch noch in frühere Zeit zurück. ¹

Das 802 genannte „palatium publicum“ bezeugt nicht sicher eine königliche Pfalz. Diese wurde bislang immer auf dein Petersberg lokalisiert, sie könnte allerdings auch außerhalb des bestehenden Kastells gelegen haben. ¹

Ende des 10. Anfang des 11. Jh. - Mit Übergang des Besitzes an Mainz wurde auf dem Petersberg vermutlich ein Kanonikerstift eingerichtet, welches unter Erzbischof Siegfried (1060-1084) in ein Benediktinerkloster umgewandelt wurde. ¹

nach 1073 - Es gab keine Pfalz mehr, und die Einquartierung späterer Könige erfolgte in der Domburg des Erzbischofs oder in einem seiner Stifte. Das Kloster spielte im Mittelalter für Thüringen eine herausragende Rolle. ¹

1665-1726 - Bau der Befestigungsanlage des Petersberges als kurmainzische Zwingburg im Zuge der stärkeren Wiedereingliederung Erfurts in Kurmainz nach Plänen von A. Petrini. Erste Anlage mit 8 Bastionen im neuitalienischen System; Kommandantenhaus, Kasernen und Außenwerk um 1707/26 im Zuge weiteren Anbaus nach Entwürfen von Maximilian von Welsch im Vaubanschen System mit Grabenscheren, Kasematten, Kaponnieren, Minen und Glacis, Ravelins, Lünetten und Hornwerk. ²

1813 - Die Zitadelle Petersberg wird am 24. Februar durch einen kaiserlichen Befehl in den Belagerungszustand versetzt. Napoleon besichtigt am 25. April eingehend alle Befestigungsanlagen der Stadt, besonders die des Petersberges und der Cyriaksburg. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober) ist die Stadt durch ein starkes Belagerungskorps, aus preußischen, österreichischen und russischen Truppenteilen unter dem Kommando von Generalleutnant Friedrich von Kleist bestehend, eingeschlossen. Bei der Beschießung der Festung Petersberg werden das Stadtviertel auf dem nördlichen Teil des Domplatzes, Teile der Befestigungsanlage und die Peterskirche sowie die Klostergebäude auf dem Petersberg schwer beschädigt. ²

1814 - Truppen der Verbündeten marschieren unter großem Jubel der Bevölkerung in die Stadt ein. Die letzten französischen Besatzungstruppen, insgesamt 1.700 Mann, räumen die beiden Zitadellen Petersberg und Cyriaksburg. ²

Quelle: Thomas Bienert - Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Gudensberg, 2000.
Stadtarchiv der Stadt Erfurt, Erfurt - Die Stadt in der Mitte Deutschlands. Erfurt, 1999.
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