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Hessen - Veste Otzberg
Infoseite


Parkmöglichkeiten
wenige Parkplätze unterhalb der Burg, großer Parkplatz am Ortseingang von Otzberg-Hering, Fußweg durch Hering zur Burg ca. 15 Minuten
Eintritt
Eintritt frei (Turm und Hof)

Museum: "Museum Otzberg – Sammlung zur Volkskunde in Hessen" im Bandhaus (Palas), eines der sehenswertesten, hessischen Volkskundemuseen (Privatsammlung) mit umfangreicher Trachtensammlung und Darstellung alten Handwerks, religiöse Volkskunde. Regelmäßige Sonderausstellungen und Veranstaltungen.

Öffnungszeiten:
Mi/Sa 14-17 Uhr, So 10-17 Uhr
Eintritt wird erhoben (Erw.: 4 DM / Stand 2000).
Tel.: 0 61 62 – 7 11 14.
Gastronomie
Gaststätte "Burgschänke" im Kommandantenhaus
Tel.: 0 61 62 – 7 22 74
Übernachtungsmöglichkeiten
Übernachtung auf der Veste nicht möglich
weitere Infos
Weithin sichtbar erhebt sich der Basaltkegel des Otzbergs, eines längst erloschenen Vulkanschlots aus dem Tertiär, über die fruchtbaren Lößflächen des Reinheimer Hügellandes und die Dieburger Bucht und bildet so eine wichtige Landschaftsmarke im nördlichen Odenwald. An seine Bergflanke schmiegt sich die seit dem 14. Jhdt mit Stadtrecht begabte Siedlung Hering, die von der Burganlage der "Veste Otzberg" überragt wird.
Die Vogteiburg des Klosters Fulda vom Ende des 12. Jahrhunderts machten die Pfalzgrafen bei Rhein im späten Mittelalter zu einer Amtsburg. Der Otzberg war bis 1803 Sitz eines kurpfälzer Oberamts, zu dem Hering und die umliegenden Dörfer gehörten. Im 16. Jahrhundert begann der Ausbau der Burg zur Festungsanlage, die ihre militärische Bedeutung im Dreißigjährigen Krieg verlor.
Im Zentrum des ovalen Burgareals steht der runde Bergfried, volkstümlich die "weiße Rübe" geheißen, dessen ca. 17 Meter hohe Plattform eine weite Aussicht ins Umland des nördlichen Odenwalds gestattet. Er ist der älteste Teil der Burg. Die Burganlage des 15. Jahrhunderts mit Ringmauer, Palas und Kemenate ergänzte man im 16. Jahrhundert mit einem Zwinger, durch den ein Torhaus in die alte Burg hinauf führt. In der Burg liegt auch der 78 Meter tiefe Brunnen, den man durch den Säulenbasalt des Untergrunds bis zum Wasser führte und über dem seit 1788 ein hölzernes Laufrad den Wellbaum mit der Schöpfvorrichtung bewegte.
Direkt unterhalb der Burg steht die im Kern spätgotische, katholische Pfarrkirche St. Maria, die ursprünglich die Burgkapelle war. Mit dem Burgmannenhaus (Am Burgmannenhaus 1) der Ritterfamilie der "Gans von Otzberg" aus dem 16. Jahrhundert besitzt der kleine Ort Hering eine weitere baugeschichtliche Kostbarkeit. Geologisch interessant ist der Erdaufschluß (Steinbruch) gegenüber dem ehem. Schulhaus, mit säulenartig kristallisiertem Nephelitbasalt und Einschlüssen gefritteten Buntsandsteins.


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