Wappen des Kreises Darmstadt
Hessen - Veste Otzberg Historie


um 1160 - Abt Marquard I. von Fulda gründet zur Sicherung des Klosterbesitzes eine Burg auf dem Otzberg und übergibt die Burg an Conrad v. Staufen, den Bruder Kaiser Friedrich Barbarossas, als deren Vogt. Der Staufer war Pfalzgraf bei Rhein. Seit dieser Zeit blieb der Otzberg immer im pfalzgräflichen Einfußbereich.

1322 - Ersterwähnung der Siedlung Hering unterhalb der Burg

1374 - Hering wird als "Stat" bezeichnet.

1338 - Das Langener Weistum nennt den "Turm auf dem Otzberg" als einen der südlichen Grenzpunkte des Wildbanns Dreieich.

1350 - Das Kloster Fulda verpfändet Burg und Herrschaft Otzberg an Engelhard v. Frankenstein.

1372 - Erneute Verpfändung des Otzbergs an Ulrich von Hanau auf 19 Jahre.

1390 - Pfalzgraf Ruprecht d. Ä. kauft den Otzberg und die Hälfte von Umstadt für 33.000 Gulden von Fulda. Der Otzberg wird Sitz eines pfälzischen Amtmanns für Otzberg und Umstadt (hier gemeinsam mit Hanau).

1400 - Sibolt Schelm v. Bergen, Amtmann von Otzberg und Umstadt, wird als "Straßenräuber" bezeichnet, der den Landfrieden mißachtet. Zu dieser Zeit entstehen in der Burg die Bauten des Palas (Bandhaus, datiert 1415) und die sog. "Kaserne" (Kemenate)

1504-1507 - Im pfälzisch-bayerischen Erbfolgekrieg wird die Reichsacht über Kurfürst Philipp verhängt, Landgraf Wilhelm II. v. Hessen-Darmstadt (der "hessische Brandmeister") wird deren Vollstrecker. Er überfällt Umstadt, zerstört die Siedlungen in der Umgebung nimmt die Burg in Habitzheim ein und erzwingt die Übergabe der Burg Otzberg.

1507 - Der Otzberg ist wieder im pfälzischen Besitz. Die mittelalterliche Burg wird zunehmend zur Festung (Zwinger) umgebaut.

1510 - Bau des Kommandantenhauses

1511 - Erweiterung der Toranlage.

1622-1648 - Erneute hessische Besetzung des Otzbergs.

1720 - Invalidenkaserne in der Burganlage.

1803 - Das Oberamt Otzberg kommt zu Hessen-Darmstadt. Staatsgefängnis auf dem Otzberg.

1818 - Die Burg wird als Anlage aufgegeben.

1826 - Die Holzbauten in der Burg werden auf Abbruch versteigert.

1921 - Jugendherberge im ehem. Palas.

1985 - Einzug der "Sammlung zur Volkskunde in Hessen" in das Bandhaus.

1996 - Wiederaufbau des Korporalshauses als Museumsgebäude und als Standesamt.


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