Wappen von  Geislingen
Ödenturm / Geislingen - Baden Württemberg
Historie


Zwischen 1200 und 1420 Erstellung einer Wehranlage mit bergfriedähnlichem Bauwerk.

1552 Bei Einnahme der Burg Helfenstein durch den Markgrafen Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach ist der Ödenturm ohne Besatzung; desgleichen bei der Belagerung und Wiedereinnahme der Ulmer unter August Bemmelberg.

1553 Nach Schleifung der Burg Helfenstein wird der Ödenturm zum Wachturm. Zwei Wächter haben die Aufgabe, die Geislinger Bürger bei Feuergefahr durch Schüsse aus einem kleinem Geschütz zu alarmieren.

1555 Die Stadt Ulm bewilligt für den Ödenturm eine Feuerglocke, mit der außerdem die vollen Stunden eingeläutet werden können.

1647 Während des 30jährigen Krieges versäumt der Turmwächter Hans Mayer die Stadt vom Heranrücken eines Heerhaufens zu warnen, worauf er wegen „Unfleiß“ entlassen wird.

1656 bis 1665 Der Ödenturm ist ohne Wächter.

1669 Die Wächter verschlafen eine Feuersbrunst; danach fordern die Geislinger Bürger die Aufhebung der Wacht und den Abbruch des Turmes. Im gleichen Jahr schlägt ein Blitz in den Turm, dabei kommt der Wächter Hans Ulmer zu Tode.

1715 Wieder schlägt der Blitz ein; dabei zerschmilzt die Glocke und der Turm brennt völlig aus.

1802 Nach Übernahme des Ulmer Gebiets durch Bayern soll der Ödenturm auf Abbruch verkauft werden.

21. August 1804 Dem Gesuch Geislinger Bürger, den Turm zu erhalten, wird stattgegeben.

1810 Geislingen wird württembergisch.

1822 Württemberg überlässt der Stadt Geislingen den Ödenturm samt Areal mit der Auflage, den Turm jederzeit in gutem, baulichem Zustand zu erhalten.

(Quelle: Günter Schmitt - Burgenführer Schwäbische Alb, Band 1 - Nordost-Alb. Biberach, 1988.)

 

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