Wappen von Neckarbischofsheim
STADTBEFESTIGUNG
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Historie

Grundriss

1274 - Die Herren von Helmstatt erhalten Bischofsheim als Reichslehen, zuvor waren sie bereits vom Wormser Bischof belehnt worden. Erste Erwähnung der Wasserburg.

14. Jh. - Bischofsheim erhält die Stadtrechte was umfangreiche Baumaßnahmen nach sich zieht. Der heute noch vorhandene Palas der Wasserburg wird errichtet. Als Bauherr kommt Weiprecht I. (†1408) in Frage, dessen monumentale 3m lange Grabplatte in der Totenkirche erhalten ist. Er war kurpfälzischer Vogt in Bretten und enger Vertrauter des Königs Ruprecht I. Seine Söhne waren Weiprecht II., Kanzler König Ruprechts († 1421) und Raban, Bischof von Speyer und Erzbischof von Trier († 1439).

1420 - Im Gelände der Vorburg entsteht das "neue Steinhaus". Weiter wird im Zuge einer ersten Stadterweiterung wird die Alexanderburg gebaut, wobei hier das Baujahr unklar ist. Das einfache Steinhaus wird heute als Rathaus genutzt.

1448 - Die Stadt wird bedeutend nach Süden erweitert. Gräben im Stadtinnern werden zugeschüttet, um einem Marktplatz und einer neuen Stadtkirche Platz zu machen. Mit dem fünfeckigen "Hohen Turm" erhält die Stadt nun ein weithin sichtbares Wahrzeichen.

1546 - Das "Alte Schloss" wird von Philipp von Helmstatt um weitere Gebäudeflügel erweitert. Der Treppenturm "Schneck" entsteht, der Rittersaal wird mit einem Erker verziert und neu ausgemalt.

1590 - Im Schlossgarten wird das Prachttor errichtet.

1742 - Durch Erwerb der Grafschaft Mörchingen erhalten die Herren von Helmstatt-Bischofsheim den Grafentitel.

1806 - Bischofsheim wird badisch. Um nicht mit Tauberbischofsheim und Rheinbischofsheim verwechselt zu werden heißt es fortan Neckarbischofsheim, obwohl es 15km vom Fluss entfernt ist.

1829 - Auf dem Gelände der Vorburg wird das "Neue Schloss" errichtet, heute ein Hotel.

1859 - Das oberste Stockwerk des "Alten Schlosses" brennt aus. Querflügel und Wirtschaftsgebäude werden später abgerissen.

1952 - Die Familie von Helmstatt stirbt im Mannesstamm aus.

1975 - Die Stadt Neckarbischofsheim erwirbt das Schloss.

1977 - Die Wandmalereien im Rittersaal aus dem 15. und 16. Jahrhundert werden freigelegt und restauriert.

Quelle: Adolf von Oechelhäuser - Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden: Amtsbezirke Sinsheim, Eppingen und Wiesloch (Kreis Heidelberg). Tübingen, 1909 /
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