Wappen des Wetteraukreis
Burg Münzenberg / Münzenberg - Hessen
Infoseite


Parkmöglichkeiten
Kostenlose Parkplätze in der Nähe der Burg oder direkt in Münzenberg, ca. 10 min Fußweg zur Burg
Eintritt
Eintritt: ja

Öffnungszeiten:
1. 11. –31. 3.: 10.00 –12.00 Uhr und 13.00 – 16.00 Uhr
1. 4. – 30. 10.: 10.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 18.00 Uhr
Montags geschlossen.
Gastronomie
innerhalb der Ruine keine Bewirtung; lediglich Kiosk am äußeren Burgtor
Übernachtungsmöglichkeiten
Übernachtung auf der Burg nicht möglich
weitere Infos
Obwohl das Tintengeschirr mit Tinten- und Streusandgefäß längst nicht mehr auf modernen Schreibtischen steht, gilt die Burgruine Münzenberg mit ihren markanten zwei Bergfrieden als das "Wetterauer Tintenfaß". Wie kaum eine andere Burg verkörpert sie das Idealbild einer stauferzeitlichen Burganlage.
Um die Mitte des 12. Jahrhunderts erwarb Konrad II. oder sein Sohn Kuno I. von Arnsburg-Hagen vom Kloster Fulda den "Minzinberch", ein Basaltkuppe inmitten der Wetterau, genannt nach der dort wachsenden Minze. Kuno selbst nannte sich jedenfalls seit 1156 von Münzenberg.
Auf dem Münzenberg entstand bis um 1174 eine repräsentative Höhenburg, die sich einreiht in insgesamt 10 Reichs-, Ministerialen- oder Dynastenburgen, die den Anspruch der Staufer auf das Königsland in der Wetterau sichern sollten. Die alte Arnsburg übergab Kuno dem Zisterzienserorden (Kloster Arnsburg bei Lich).
Zu den ältesten Teilen der auf annähernd ovalem Grundriß errichteten Burg zählen das Buckelquadermauerwerk der Kernburg auf der Ost- und Südseite, der Südpalas mit der über dem Torbereich gelegenen Burgkapelle und der östliche Bergfried. In der ersten Ausbauphase war nur die Ost- und Südseite mit einer steinernen Burgmauer gesichert, die anderen Abschnitte der Burgbefestigung waren in Palisaden und Erdwällen ausgeführt. Gut erkennbar sind die älteren, helleren Mauerabschnitte mit den breiten Zinnen, die später bei einer Erhöhung der Mauerzüge zugesetzt wurden. Bemerkenswert ist auch der südliche Palas (Ende des 12. Jahrhunderts), der unter einem Dach zwei funktional getrennte Palasbauten in sich vereinigt und damit die heraus gehobene Stellung des Bauherrn Kuno I. v. Münzenberg als Reichskämmerer unterstreicht. Bemerkenswert ist auch der nachträglich vor die älteren Burgmauern gesetzte Wehrgang: die Burg Münzenberg war in ihrer ersten Ausbaustufe eher ein Repräsentations- denn ein Wehrbau. Nach dem Aussterben der Münzenberger fügten die Erben den "Falkensteinerbau" (Nordpalas), um 1290) und den zweiten Bergfried hinzu. Alle weiteren Teile der Anlage mit den Zwingerbauten und den Batterietürmen entstanden im 15. Jahrhundert. Die Burgkapelle wurde um 1500 in gotischem Stil umgebaut.
Zur Burg gehört das Städtchen Münzenberg. Es wurde wahrscheinlich zusammen mit der Burg als Kaufleute- und Handwerkersiedlung gegründet. Bemerkenswert sind hier die ev. Pfarrkirche mit einem Altarciborium (Seitenschiff) und dem spätgotischen Kruzifix (mit echtem Haar) über dem Altar sowie die ehemalige Hospitalkirche (kath. Kirche).
Literatur
Rudolf Knappe - Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2000
Schnell Kunstführer Nr. 2410 - Burgruine Münzenberg, 2000


Ansicht


Historie
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Grundrißplan

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