Wappen des Donnersbergkreis
Burg Moschellandsberg / Obermoschel - Rheinland-Pfalz
Historie


Obermoschel - kleinste Stadt der Pfalz im Nordpfälzer Bergland. Überragt wird sie von dem Moschellandsberg, auf dessen Gipfel vermutlich zu Anfang des 12. Jahrhunderts die Landsberg von Graf Emich I. von Schmidtburg gegründet wurde. Erste Ursprünge der Burg gehen aber wahrscheinlich bis ins 10. Jahrhundert zurück. Graf Emich vererbte die Burg 1130 seinem Sohn Graf Gerlach I. von Veldenz als Wormser Lehen. 1444 ging sie an Pfalzgraf Stephan von Pfalz-Zweibrücken, dessen Sohn Herzog Ludwig der Schwarze sie zum häufigen Aufenthaltsort wählte und Erweiterungen sowie Verstärkungen der Befestigungen vornahm. 1461 überstand sie die Belagerung durch den pfälzischen Kurfürsten Friedrich I. den Siegreichen. Im 16. Jahrhundert Sitz der Kellerei des Unteramtes Landsberg und Witwensitz der Pfalz-Zweibrücker Herzoginnen. Anfang des 17. Jahrhunderts Ausbau zum Wohnschloss durch Herzog Friedrich Kasimir. Im Dreißigjährigen Krieg Einnahme und Plünderung durch Spanier (1620), Schweden (1631) und kaiserliche Kroaten (1635). 1689, bzw. 1693 (verschiedene historische Darstellungen) wurde das Schloss von den Franzosen niedergebrannt und zerstört, seitdem ist die Burg eine Ruine.

(Quelle: "Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Band 15", Landesamt f. Denkmalpflege)


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