Wappen von Marquartstein
BURG MARQUARTSTEIN
Europa / Deutschland / Bayern / Traunstein / Marquartstein

Information

Bilder

Historie

Grundriss

1075 - Graf Marquart II. von Hohenstein, aus dem Zweig der Chiemgaugrafen, verlegt seinen Hauptsitz von der Burg Hohenstein, auf die neu errichtete und nach ihm benannte Burg Marquartstein. Auf der alten Burg bei Staudach-Egerndach sitzen ab jetzt nur noch Lehensmänner oder Pfleger.

1130 - Durch Erbschaftbeziehungen gelangt die Burg an die mächtigen Pfalzgrafen von Ortenburg-Frontenhausen.

1250 - Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern (* 1235; † 1290) erwirbt Marquartstein und wandelt die Herrschaft zu einem Pfleg-, Gerichts- und Kastenamt (= Steueramt) um.

1275 - Der Gerichtsbezirk wird erstmals erwähnt und umfasst die Bezirke Marquartstein, Hohenstein und das Grassauer Tal.

1362 - Der Gerichtsbezirk Marquartstein wird um die Bezirke Bergen und Untersiegsdorf erweitert.

1390 - Die nur 4 km entfernte alte Burg Hohenstein (oberhalb von Staudach) wird um diese Zeit endgültig verlassen.

1504 - Während des Landshuter Erbfolgekrieges erscheint Kaiser Maximilian I. von Habsburg (* 1459; † 1519), mit seinen Reisigen vor der Burg und zwingt die pfälzische Besatzung zur Übergabe der Burg und nächtigt auf Marquartstein.

1506 - Die Burg wird wieder bairisch-herzoglicher Amtssitz, diesmal aber unter der siegreich hervorgegangenen, oberbayerischen Münchner Linie der Wittelsbacher. Allem Anschein nach finden nun bis 1520 Umbaumaßnahmen statt, dafür spricht auch die nur mehr rudimentär erhaltene Renaissanceausstattung.

1568 - Burg Hohenstein wird noch einmal von Philipp Apian erwähnt: “Spuren einer uralten Burg”.

1585 - Eine erhaltene Baubeschreibung des "Pflegschlosses" könnte bereits auf den heute noch vorhandenen Baubestand zutreffen.

1802 - Das Pfleggericht wird aufgehoben und die bereits im Verfall befindliche Burg Marquartstein dient noch kurz als Forstamt.

1803 - Der Nordtrakt mit den Stallungen wird abgerissen.

1808 - Burg Marquartstein wird verlassen.

1857 - Wechselende Besitzer nutzen die Burg nun für unterschiedlichste Zwecke: Landerziehungsheim, Schule, Weinrestaurant bzw. zur Zeit als Privatdomizil.

Quelle: Michael Weithmann - Ritter und Burgen in Oberbayern. Dachau, 1999.
Alle Angaben ohne Gewähr!
Diese Webseite ist Bestandteil von www.burgenwelt.de und darf nicht von oder in Webseiten anderer Anbieter verlinkt werden (Deep-Link)!


© 2012