Wappen von Braubach
Marksburg / Braubach - Rheinland-Pfalz
Historie


vor 1219

Gründung der Burg. Die Erbauer der Burg, die Grafen von Eppstein, sind Herren des Ortes Braubach.

1231

Erste urkundliche Erwähnung der Burg, die zu diesem Zeitpunkt noch "Burg Brubach" bzw. "Burg Braubach" heißt.

1283

Ort und Burg gelangen durch Erbschaft in den Besitz der Grafen von Katzenelnbogen, die im Mittelalter in der Hierarchie der Grafenhäuser des Reiches den dritten Rang einnehmen. Durch Baumaßnahmen der Grafen von Katzenelnbogen, als begabte Burgenbauer bekannt, verleihen sie der Burg ihr heutiges Erscheinungsbild.

um 1350

Erbauung des Bergfrieds.

um 1400

Zwingeranlagen werden errichtet.

1479

Nach dem Aussterben der Familie von Katzenelnbogen tritt der Nachfolger, Landgraf Heinrich III., das reiche Erbe an.

1568

Wiederum sein Nachfolger, Landgraf Philipp II., zieht in die von ihm erbaute Philippsburg im Tal neben der mittelalterlichen Stadt Braubach, da ihm die Marksburg für seine gehobenen Wohnansprüche nicht mehr ausreicht. Trotzdem läßt er der Marksburg eine große Batterie mit acht mächtigen Geschützen erbauen, um der Bevölkerung in Kriegszeiten Schutz gewähren zu können. Durch die spätere Erweiterung der Verteidigungsanlage wird die Burg militärisch bedeutungslos. Für den Erhalt der Burg wird nicht gesorgt und sie beginnt zu verfallen.

1643

Ab dieser Zeit wird die Burg zur Festung ausgebaut. Die Kernburg behält aber ihre mittelalterliche Gestalt.

1705

Ein Brand zerstört Teile des romanischen Palas und anderer Bauten. Es wird daraufhin notdürftig ein Neubau aus Fachwerk und auf der Rheinseite der sogenannte Rheinbau errichtet.

1803

Unter Napoleon gelangt die ganze Grafschaft an das Herzogtum Nassau.

1803

Die Grafschaft gelangt an Preussen.

1899

Bodo Ebhardt beginnt damit, die Burg zu restaurieren.

1900

Die Marksburg geht, mit Zustimmung des Kaisers Wilhelm II., in den Besitz der Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen, später Deutsche Burgenvereinigung genannt. Da die Burg inzwischen stark verfallen und ausgeplündert ist, wird eine vorbildliche Restaurierung unter dem berühmten Burgenforscher Bodo Ebhardt durchgeführt.

1945

Wenige Wochen nach seinem Tod fällt die bis dahin nie zerstörte Burg dem zweiten Weltkrieg zum Opfer, sie wird durch Beschuß vom linken Rheinufer schwer beschädigt. Diese Schäden sind mittlerweile aber wieder behoben.


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