Wappen von Großlohra
Burg Lohra / Großlohra - Thüringen
Historie


1116

erste sichere Erwähnung der Burg erfolgte. In diesem Jahr wird ein Grafengeschlecht in der Person eines Berengar, Graf von Lare, erstmalig urkundlich erwähnt. Es wird jedoch vermutet, dass die Burg wesentlich älteren Ursprungs ist .

Gesamte 12.Jh.

ist das Grafengeschlecht eng mit den Staufern verbunden. Die Grafen hatten verschiedene königliche Ämter inne, die sie in die Lage versetzten, in der zweiten Hälfte des 12. Jh. die Burg in großzügigem Stil auszubauen. Unter Graf Ludwig III. wurde ein großer Bergfried in hervorragender Steinmetzarbeit errichtet. Die Art der Steinsetzung lässt schlussfolgern, dass hier eine Bauhütte tätig war, die unter dem Einfluss der Hirsauer Bautradition stand. Ein weiteres besonderes Bauwerk stellt die Doppelkapelle dar. Das ist eine zweietagige Kapelle, deren Stockwerke durch eine Öffnung in der Mitte verbunden waren. Die obere Etage diente der Herrschaft und die untere Etage den übrigen Burgbewohnern als Andachtsraum. Der Bauschmuck der Kapelle deutet auf Steinmetze hin, die auch im nahen Königslutter gearbeitet haben .

Anfang 13.Jh.

reißt die Geschichte der Grafen von Lohra ab. Graf Ludwig der IV. hatte sich zusammen mit Landgraf Ludwig IV: auf einen Kreuzzug ins Heilige Land begeben und war dort wahrscheinlich umgekommen. Die Grafen von Lohra werden nach diesem Zeitpunkt nicht mehr erwähnt

1227

übernahmen die Grafen von Beichlingen die Herrschaft und Burg.

1320

mussten sie Teile der Herrschaft an die Grafen von Hohnstein verkaufen.

Bis 1593

residierten die Grafen von Hohnstein bis zu ihrem Aussterben auf der Burg .

Beginn 15. Jh.

wurden mehrfach Verstärkungen an den Befestigungsanlagen durchgeführt.

1618-48

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg mehrfach zerstört und wieder aufgebaut .

Seit 1712

war die Burg eine preußische Domäne. Es erfolgte eine Vielzahl von Umbauten, bei denen häufig die Kernburg als Steinbruch diente. Erst in jüngster Zeit werden Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Quellen:
Thomas Bienert - Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Gudensberg, 2000;
Thomas Bienert: Betrachtungen zur Kernburg der Burg Lohra/Hainleite im 12. Jh. (Vorbericht), In Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt. Weimar, 1995.


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