Wappen von Plößberg
BURG LIEBENSTEIN
Europa / Deutschland / Bayern / Tirschenreuth / Plößberg-Liebenstein

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Historie

Grundriss

1125 - Die Brüder "Udalricus und Piligrimus de Egere" werden erstmals urkundlich erwähnt.

1292 - Mit Heinrich von Liebenstein stirbt der letzte Ritter ohne männliche Nachkommen. Er hinterlässt fünf Töchter.

25. Oktober 1298 - Dietrich von Parsberg verkauft mit Zustimmung seiner Gemahlin Elisabeth, Enkelin von Heinrich von Liebenstein, das Schloss mit all seinen Zugehörungen und das mittlere Dorf Hohenwald mit den Höfen um das Schloss sowie seine Lehen um Waldsassen, von Hardeck bis Liebenstein und in Schlottenhof an Abt Theodorich von Kloster Waldsassen.
Durch Erbstreitigkeiten dauert es jedoch noch 88 Jahre bis alle Gläubiger befriedigt waren und das Kloster Waldsassen sich eines ruhigen Besitzstandes erfreuen kann.

1340 - Abt Franz von Waldsassen lässt die Burg zur besseren Verteidigung mit einer äusseren Mauer umgeben. Grund waren häufige räuberische Einfälle aus dem benachbarten Böhmen.

ca. 1350 - In Liebenstein befindet sich ein Richteramt.

1548 - Das Stift Waldsassen verliert nach dem Tod des Administrators Johann von Weeze seine Landeshoheit.

1556 - In der Reformationszeit wird die lutherische Konfession in der gesamten Oberpfalz eingeführt. Als Folge dessen werden die Klostergeistlichen in der Mehrzahl protestantisch oder sie werden vertrieben. Die Besitzungen des Stifts geraten unter die Administration der kurfürstlichen Regierung von Amberg.

1561 - Der Bruder des Kurfürsten, Herzog Reichard, wird bis 1571 Administrator.

17. Dezember 1584 - Der "Schwaighof", welcher zum Schlossbesitz gehört, wird an Anton Mehler und dessen Ehefrau Ottilia verkauft. Das Schlossgebäude wird noch einige Zeit vom Amtsrichter als Wohnung genutzt.

1592 - Stiftshauptmann Valentin Windsheim wird mit Stichwerkzeugen zu Tode massakriert, als er die Bürgerschaft in Tirschenreuth aufforderte die kalvinische Konfession anzunehmen. Eine Regierungskommission, die zur Aufklärung des Sachverhaltes eingesetzt worden war, lässt sich im Schloss Liebenstein nieder.

1619 - Nach dem Ausbruch des dreißigjährigen Krieges werden sämtliche notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen vernachlässigt.

1627 - Die Pest wütet in Liebenstein.

1634 - Die Schlossgebäude werden nicht mehr bewohnt und verfallen.

1672 - Der Schwaighof geht in Besitz der Familie Härtl über.

1803 - Im Zuge der Klosteraufhebung wird auch das Richteramt aufgelöst.

1814 - Tirschenreuth brennt zum Großteil nieder. Die Stadtbevölkerung nutzt Liebenstein als Steinbruch.
Ein königlicher Erlass zum Schutz der Ruine kommt zu spät.

Quellen: Hinweistafel an der Burg /
Ursula Pfistermeister - Burgen und Schlösser der Oberpfalz. Regensburg, 1984.
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