BURG LAUBENBERGERSTEIN
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Allgemeine Informationen
Sehenswerte Burg der Herren von Laubenberg. Ein Meisterwerk spätmittelalterlicher Befestigungskunst ist die Konzeption des Zugangs zur Hauptburg, da dieser schleifenartig zwei Torzwinger durchquert und durch einen gewaltigen Artilleriedonjon gesichert wurde. Dabei wurde der alte Bergfried zu einem Torturm umfunktioniert. Der Rückweg nahm aufgrund der Steilheit des Zugangswegs eine andere Richtung, so dass ein «Einbahnstrassensystem» entstand.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 47° 57' 11" 55 N, 10° 23' 12" 12 E
Höhe: ca. 758 m ü. NN
Topografische Karte/n
Bayern Atlas
Kontaktdaten
Heimatverein Immenstadt e.V.
1. Vorsitzender Walter Kössel
Tel. 08323.8576
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Direkt neben der B19 von Immenstadt nach Kempten, nahe der Strassenschleife Sonthofen, am nordöstlichen Stadtrand von Immenstadt. Hier befindet sich unterhalb der mittlerweile wieder gut sichtbaren Burgruine ein kleiner Parkplatz.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Die Burgruine ist jederzeit kostenfrei zugänglich.
Der Artilleriedonjon ist nur zu bestimmten Öffnungszeiten zugänglich.

Besichtigungsmöglichkeiten des Rundturms und Führungen finden von Mai bis Ende Oktober jeden Samstag von 13.00 - 17.00 Uhr statt.
(nur bei günstiger Witterung)
Eintrittspreise
Ruine ausser Artilleriedonjon kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
keine Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
Lohnenswerte Burgruine, deren Erkundung auch Kindern Spass macht.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
k.A.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Burg Laubenbergerstein
1 Südzwinger
2 Torbau
3 Torzwinger mit Fahrweg
4 Treppe zur Hauptburg
5 Halsgraben
6 Zwinghof
7 Torturm (vormals Bergfried)
8 Burgkapelle
9 Artilleriedonjon
10 Brücke zur Hauptburg
11 Treppenanbau
12 Palas/Wohntrakt
13 Marstall
14 Vorhaus
15 Kornschütte (unvollendet)
16 äusseres Tor des Zwinghofs
17 Waschküche/Badehäuslein
18 Schalentürme
Quelle: Hinweistafel auf der Burg (gegenüber dem Original leicht verändert).
Historie
1241 Wird die Burg mit Heinrich von Laubenberg zu Laubenbergerstein erstmals indirekt gesichert greifbar.
14. Jhdt. Sein Geschlecht findet sich wiederholt in Diensten der Klöster St. Gallen und Reichenau.
1446 Nachdem Kaiser Friedrich III. dem Kaspar von Laubenberg auf Laubenbergerstein die Hohe Gerichtsbarkeit verlieh, kam es zu Auseinandersetzungen mit Graf Hugo von Montfort, der auf der benachbarten Doppelburg Rothenfels/Hugofels sass.
1449 Graf Hugos Reisige plünderten daraufhin die Burg dreimal.
ab 1450 betrieb Kaspar, ein mächtiger und wohlhabender Burgherr, den Grossausbau der Burg. Seinen Wohlstand bezeugen nicht zuletzt sein herrliches Bronzeepitaph von 1493 (in der Pfarrkirche von Stein) und die kunstvollen Altarflügel von 1450/64 aus seiner Burgkapelle (heute im North Carolina Museum of Art, Raleigh, USA). Aber auch sein Nachfolger Hans Kaspar brachte es als Oberster Feldzeugmeister von Kaiser Maximilian zu hohen Ehren.
1525 besetzten aufständische Bauern die Burg, aus der sie Geschütze und Handgewehre entwendeten (1 Kartaune, 2 Schlangen, 4 Halbschlangen und mehrere Hakenbüchsen). Eine ganz ordentliche Armierung, die vermutlich unter Hans Kaspar angeschafft wurde.
1559 Nachdem die Laubenberger ihren Wohnsitz in ihren Schlossneubau Rauhenzell verlagerten, geriet die Burg in Verwahrlosung.
1629 wurde sie bereits als teilruinös klassifiziert.
1977-1991 erwarb der Heimatverein Immenstadt und Umgebung e. V die Burgruine und führte erste Sanierungsarbeiten durch, bei denen man sämtliche Tore, das Oberteil des großen Torturms und die gesamte Osthälfte des Artilleriedonjons nicht immer glücklich rekonstruierte.
ab 1998 konnte der Verein dank der starken Unterstützung durch die Stadt die Sanierung weiterführen, diesmal unter fachkundiger Beratung.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Zeune, Joachim - Burgenregion Allgäu: Der Burgenführer | Burgenregion Allgäu, 2008
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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