Wappen von Kobern
Oberburg / Kobern-Gondorf - Rheinland-Pfalz
Historie


Die erste urkundliche Nennung eines Herren von Kobern erfolgte 1129. Man kann davon ausgehen, dass zu dieser Zeit bereits eine Burg existierte. Schon 1195 wird von einer neu ausgebauten "Aldenburg" und der Unterburg berichtet. Gerlach III. von Isenburg gelangte durch Heirat an die Burgen und nannte sich fortan Gerlach von Kobern. Im Streit mit dem Erzbischof von Trier um die Eigentumsrechte musste Gerlach die Lehnshoheit des Erzbischofs anerkennen.
Bis zum Aussterben der Linie Isenburg-Kobern 1347 blieben die Burgen in Familienbesitz. Ihre Erben verkauften sie an den Trierer Erzbischof, der sie als Verwaltungssitze nutzte.
Zwischen 1654 und 1688 wurden die Burgen zerstört.
Seit der französischen Zeit waren die Burgen in Staatsbesitz bis sie 1948 der Schlösserverwaltung Rheinland-Pfalz zugeeignet wurden. 1989-92 erfolgte eine umfassende Sanierung, der Ausbau des Bergfriedes und der Neubau des Gaststättengebäudes.
Wichtigstes Gebäude auf dem Burggelände ist die romanische Matthiaskapelle. Nachrichten über ihre Erbauung existieren nicht. Anhand stilistischer Vergleiche kann man die Erbauung aber in die Zeit um 1220/30 einordnen. Die künstlerisch sehr wertvolle bauliche Ausgestaltung ist nur so zu erklären, dass sie als Wallfahrtskapelle zu einer Matthiasreliquie konzipiert wurde, die bis 1347 in der Kapelle aufbewahrt wurde.

Anfang des 19.Jh. war die Kapelle zum Abbruch vorgesehen. Auf Initiative des Architekten von Lassaulx wurde das verhindert und eine Restaurierung in den Jahren 1836-1844 durchgeführt. 1989-1998 erfolgte die komplizierte statische Sicherung und Gesamtsanierung der Kapelle.

(Quelle: Backes/Straeter: Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz. Regensburg, 2003. Gunter Seifert: Die Moselburgen zwischen Koblenz und Trier. Overath, 1999)

 

Grundrißplan
Ansichten
Infoseite

zurück