Wappen von Buchheim
Burg Kallenberg / Buchheim - Baden Württemberg
Historie


Das Adelsgeschlecht von Kallenberg ist bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts nachweisbar. Die Bauwerksdatierung der Buckelquader (Stefan Uhl) lässt eine Entstehung in dieser Zeit annehmen. Bodenfunde belegen eine Besiedelung kurz vor 1200 (Christoph Bizer). Kallenberg ist somit eine der wenigen Burgen mit fast deckungsgleichen Datierungsergebnissen.

Die ebenfalls um 1200 entstandene Höhlenbefestigung nahe der Burg kann nicht als eigenständige Anlage gesehen werden. Vielmehr steht sie im Zusammenhang mit Kallenberg selbst und deren Entstehung. Möglicherweise sollte sie zuerst als Wohn- und Schutzplatz bei der Errichtung der eigentlichen Burg dienen. Nachweis von Keramik und Ofenkacheln. Eine Nutzung der Höhle wird bereits in der frühen Keltenzeit nachweisbar.

1221 Walter von Kallenberg der Ältere verkauft dem Kloster Salmansweiler einen Hof in Herwigsweiler.

1224 Die Brüder Heinrich, Walter, Rüdiger und Rudolf von Kallenberg urkundlich nachgewiesen.

1225 Heinrich von Kallenberg (Caleberc).

1253 Walter von Kallenberg der Ältere und Heinrich von Wildenfels verkaufen ein Gut in Irndorf an das Kloster Beuron. Die Brüder Walter, Rüdiger und Rudolf, Söhne von Walter dem Älteren, vergeben mit Zustimmung ihrer Frauen Ita und Elisabeth und ihrer Nachkommen zwei Huben ihrer Güter. Dies geschieht zum Heil ihrer Seelen und zum Ersatz für mehrfachen Schaden, die sei dem Kloster Salem zugefügt hatten.

1263 Die Herren von Kallenberg in Diensten der Grafen von Hohenberg.

1310 Friedrich von Kallenberg.

1329 Wolfhard von Kallenberg.

1334 Erstmalige Erwähnung der Burg in Besitz der Grafen von Hohenberg. Zur Herrschaft Kallenberg gehören Gründelbuch, Nusplingen, die Dörfer Oberneheim, Erlaheim, Dormettingen, Bronnhaupten.

1381 Übergang an Österreich, Verpfändung an die Herren von Bubenhofen.

1388 Graf Rudolf von Sulz Pfandbesitzer.

1392 Erich und Wolf von Kallenberg.

1401 Truchseß Hans von Waldburg, Pfandinhaber.

1511 In Besitz des Grafen Andreas von Sonnenberg.

1696 Verzicht auf das Kallenberger Lehen.

1699 Freiherr von Ow, österreichischer Pfandinhaber.

1702 Verpfändung an den Freiherren Marquard von Ulm-Erbach.

1805 Übergang an Württemberg.

1810 Übergang an Baden.

1903 Der zur Burg gehörende Oberhof brennt ab und wird nicht wieder aufgebaut.

1906 Freiherr Hans von Ow-Wachendorf, württembergischer Staatsrat, erwirbt Kallenberg.

1911 Einsturz des östlichen Turmgiebels durch Erdbeben.

(Quelle: Günter Schmitt - Burgenführer Schwäbische Alb, Band 3 - Donautal. Biberach, 1990.)

 

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