Wappen von Jena
STADTBEFESTIGUNG
Europa / Deutschland / Thüringen / Jena / Jena

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Historie

Grundriss

Ansicht

Merian Kupferstich von Jena um 1650.
Quelle: Fotoarchiv des Bereichs für Ur- und Frühgeschichte der FSU Jena
(800 x 515 Pixel)

KURZINFO

Die Jenaer Innenstadt misst etwa 500 x 400 m und wurde von einer entsprechenden Mauer umgeben, welche möglicherweise an manchen Stellen eine dahinterliegende Erdaufschüttung hatte, um die Schartenkammern zu bedienen. Gelangen konnte man in die Stadt durch drei Haupttore: Johannistor im Westen, Löbdertor im Süden und Saaltor im Osten. Daneben gab es noch im Norden das Zwätzentor. An den Ecken standen: der Pulverturm im Nordwesten, der Anatomieturm im Südwesten und der Rote Turm im Südosten. Als vierter Eckturm im Nordosten diente der Turm des Stadtschlosses. Dem Johannis- und Löbdertor waren halbkreisförmige Torzwinger (beim Johannistor mit 10 m Länge) vorgelagert. Der Pulverturm wird an der stadtabgewandten Seite von einem Rondell umschlossen. Die Vorstadtviertel wurden von einem zweiten, dünneren Mauerring mit Toren und Türmen umschlossen. Der längste erhaltene Abschnitt befindet sich zwischen dem Johannistor und dem Pulverturm mit einer Länge von 52 m. Der Mauer war ein bis zu 8 m breiter Graben vorgelagert. Die Wehranlagen bestehen zum größten Teil aus Muschelkalkstein, aber auch Buntsandstein wurde verwendet. Das Johannistor hat eine Höhe von 31m. Der fünf geschossige Torturm aus Werkstein über quadratischem Grundriss hat ein Steinkegeldach, spitzbogige Toröffnungen und eine kreuzgratgewölbte Durchfahrt. Baudetails weisen auf die Bedeutung des Tores als Teil der mittelalterlichen Fortifikationsanlagen hin: Deckung bietende Schlitzscharten, 4 Konsolensteine nach Osten, auf denen ehemals der Wehrgang ruhte, acht Führungssteine für das große Fallgitter nach Westen, sowie Lochsteine in der Durchfahrt für die Angeln der Torflügel. Der einzige Zugang zum Turm ist eine niedrige Pforte in 7 m Höhe, die nur über den 1980 rekonstruierten Wehrgang des Stadtmauer zu erreichen ist. Wasserspeier mit apotropäischen Masken ragen über die 4 Ecken des einst zinnenbewehrten Dachumganges. Überliefert ist, daß auf dem Balkon, dem sog. "Käsekorb", "zänkische, unzüchtige und diebische Weibsbilder" zur Schau gestellt wurden. Durch das Johannistor führte die alte Handelsstraße von Erfurt nach Altenburg. Im Anatomie-Theater entdeckte 1784 Johann W. v. Goethe zusammen mit Christian J. Loder den menschlichen Zwischenkieferknochen.

SERVICE
GPS Koordinaten
GPS-Koordinaten
50° 56' 12.61"N, 11° 33' 34.11"E

Höhe: ca. 145 m ü. NN
GPS Koordinaten
Topographische Karte(n)
nicht verfügbar
Warnhinweise
Warnhinweise:
-
GPS Koordinaten

Anfahrt mit dem PKW
A4 Richtung Jena. Abfahrt Jena. Über die B88 nach Jena.
Parkplätze in der Stadt.

GPS Koordinaten
Anfahrt mit Bus und Bahn
k.A.
Eintritt

Öffnungszeiten
Ausenbesichtigung jederzeit möglich.

Eintritt

Eintritt
-

Gastronomie
Gastronomie auf der Burg
keine
Spielmöglichkeiten für Kinder
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeiten

Übernachtungsmöglichkeiten auf der Burg
keine

Spielmöglichkeiten für Kinder
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Behinderte
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
k.A.
weitere Infos
Weiterführende Information
-
Literatur

Weiterführende Literatur
Matthias Rupp - Wehrorganisation und Wehrarchitektur der Stadt Jena im Mittelalter. Jena, 2004.

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