SCHLOSS HOYERSWERDA
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Allgemeine Informationen
Die Grundmauern der kleinen Burg sind in den Fundamenten erhalten. Schlossbau im Stil der Renaissance und des Barock. Die Gesamtanlage und der komplett erhaltene Wassergraben lässt die mittelalterliche Burganlage nachvollziehbar werden.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 51°26'18" N, 14°14'44" E
Höhe: 207 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Auf der A 13 bis Abfahrt Ruhland fahren. Ruhland durchqueren und am Ortsende rechts auf die Landstraße nach Bernsdorf einbiegen. In Bernsdorf auf der B 97 in nordöstliche Richtung bis Hoyerswerda weiterfahren. In Hoyerswerda an der ersten großen Kreuzung im Stadtzentrum links in die Samuel-Gottlieb-Straße einbiegen (vor dem modernen Gebäude des Johanneum-Gymnasiums). Nach 100 Metern rechts in die Straße am Lessinghaus und nach weiteren 100 Metern wiederum rechts in die Straße Am Burgplatz einbiegen. Nach 200 Metern ist das Ziel erreicht.
Direkt an der Burg befinden sich einige Parkplätze, Parkhaus gegenüber der Burg.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Stadtmuseum Schloss Hoyerswerda:

April bis Oktober:
9:00 - 18:00 Uhr
Montag geschlossen

November bis März:
10:00 - 18:00 Uhr
Montag geschlossen
Eintrittspreise
k.A.
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
k.A.
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
nicht möglich
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
k.A.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Schloss Hoyerswerda
Quelle: Billig, Gerhard / Müller, Heinz - Burgen-Zeugen sächsischer Geschichte. | Neustadt a.d. Aisch, 1998
(durch Autor leicht aktualisiert)
Historie
Die Burg Hoyerswerda entstand zur Zeit der deutschen Ostexpansion Ende des 12. bis Anfang des 13. Jh. Als Gründer der Siedlung und der Burg steht Hoyer von Friedeburg fest, dessen Stammburg Friedeburg an der Saale bei Halle liegt. Der Gründer ist 1216 bis 1249 urkundlich nachgewiesen. Die erste urkundliche Erwähnung Hoyerswerdas in einer Urkunde des Bischofs von Meißen stammt aus dem Jahr 1225. 1268 wird die Herrschaft geteilt. Bautzen und Görlitz erhalten jeweils die Hälfte des Besitzes.

Erbaut wurde die frühe Burg als eine so genannte Motte (Turmhügelburg). Im 13. Jh. existiert eine Ringmauer, ein Bergfried sowie eine Innenbebauung. Umschlossen wurde der Bau von einem Ringgraben und einem Erdwall aus einer Holzkasten-konstruktion.

Kaiser Karl IV, der Hoyerswerda 1357 von Johann und Günter von Schwarzenburg gekauft hatte, verlieh der Stadt 1371 das Marktrecht. 1382 erhielt ein Benesch von der Duba Hoyerswerda "zum rechten edlen Manneslehn erblich".

Die historische Situation der Herrschaft Hoyerswerda war im 14. und 15. Jh. durch die Interessen der großen regionalen Mächte geprägt. Als Bestandteil der Oberlausitz gehörte sie zum böhmischen Königreich. Andererseits versuchten die sächsischen Markgrafen bzw. Kurfürsten, ihren Besitz auszuweiten und die Herrschaft zu erwerben. 1448 kam es deshalb zur Belagerung und Einnahme der Burg durch den Kurfürsten von Sachsen. Doch schon 1454 musste die Burg an Böhmen zurückgegeben werden.

Neben den böhmischen und den kurfürstlich sächsischen Interessen gab es in der Lausitz einen weiteren Machtfaktor. Der 1346 gegründete Sechsstädtebund übte eine ständisch organisierte Herrschaft über die Oberlausitz aus, in der kein Platz für die Machtpolitik der Böhmen und Sachsen war. Unter Führung des Landvogtes Jaroslaw von Sternberg kam es deshalb 1467/68 zur langzeitigen Belagerung und Eroberung der Burg durch den Städtebund. Die Burg wurde völlig zerstört.

1483 baute Georg von Stein die Burg wahrscheinlich als Fachwerkbau erneut auf. 1589 brannte sie aufgrund unachtsamen Umgangs mit Feuer ab. Zehn Jahre später errichtete Seyfried von Promnitz auf dem Burggelände das z. T. bis heute erhaltene Renaissance-Schloss. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss mehrfach geplündert und 1640 auch in Brand gesteckt.

1651 kaufte der sächsische Kurfürst Johann Georg I. Schloss und Herrschaft Hoyerswerda.

Unter der Herrschaft Augusts des Starken erhielt dessen Mätresse, die Reichsfürstin Ursula von Teschen, 1705 die Herrschaft Hoyerswerda als Erbeigentum. Sie liess das Schloss im Stil des Barock umbauen. Alle Gebäude wurden auf gleiche Höhe gebracht und das Dach mit acht Giebeln und einem Türmchen verziert. Die zwei steinernen Brücken wurden errichtet. 1737 kaufte Kurfürst August III. das Schloss zurück. 1781 wurde die Stadt Eigentümerin. Sie baute das Schloss zu einem Gerichtgebäude um. Dabei ging ein Großteil der Innenarchitektur verloren.

1823 musste ein Teil des Südwestflügels wegen Baufälligkeit abgerissen werden. 1840 wurde im Erdgeschoss des Renaissanceflügels das städtische Gefängnis eingebaut. 1880 mussten die Zwerchhäuser und der Dachreiter abgetragen werden. 1917-1915 erfolgte ein letzter großer Umbau. Die Räume wurden neu aufgeteilt, Stahlbetondecken eingezogen und viele Baudetails im Inneren der Gebäude beseitigt. 1952 wurde begonnen, ein Museum im Schloss einzurichten.
Auf der Basis einer Studie der Technischen Universität Dresden begann man 1990 das Schloss zu rekonstruieren und ein großes sehenswertes Museum zu gestalten
Quellen: Roschmann, Elke - Schlossgeschichte in Hoyerswerdaer Geschichtsheft Nr. 32 | Ruhland, 1989
Hempel, Karl-Heinz - Zur Geschichte des Schlosses Hoyerswerda in: Neues Lausitzisches Magazin, Beiheft 3 | Görlitz, 2003
Literatur
  • Billig, Gerhard / Müller, Heinz - Burgen-Zeugen sächsischer Geschichte. | Neustadt a.d. Aisch, 1998
  • Roschmann, Elke - Schlossgeschichte in Hoyerswerdaer Geschichtsheft Nr. 32 | Ruhland, 1989
  • Hempel, Karl-Heinz - Zur Geschichte des Schlosses Hoyerswerda. In: Neues Lausitzisches Magazin, Beiheft 3. | Görlitz, 2003
Webseiten mit weiterführenden Informationen
    k.A.
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