Wappen von Neckarzimmern
Burg Hornberg / Neckarzimmern - Baden-Württemberg
Historie


Die erste urkundliche Erwähnung des "Hornberges" datiert aus dem Jahre 1184. Es wird aber bereits 1123 auf einen Gottfried von Horimberch ( später: von Hornberg ) verwiesen. Der Name erscheint später noch einmal in der Historie der Burg.

1184 werden Poppo von Lauffen und sein Bruder als Eigentümer der Burg genannt. Nach Poppos Tod geht die Anlage an seinen Schiegervater Konrad Dürne über. In dieser Zeit muß sich das Geschlecht der von Hornberg entwickelt haben, denn...

1259 wird die Burg von den Herren von Hornberg an den Bischof von Speyer, geb. Graf von Leiningen veräußert.

1263 verzichten die Herren von Dürne und Poppo von Dilsberg auf Ihre Rechte an der Burg zugunsten des Stifts zu Speyer.

1270 stirbt das Geschlecht der von Hornberg mir Gerhard von Hornberg aus.

1270 - 1328 liegen keine Urkunden vor. Eine Lücke in der Historie.

1328 verpfändet Bischof Walram die Burg an den Bischof von Trier. Sein Nachfolger, Bischof Gerhard von Ehrenberg, löste sie wieder ein und erhielt vom Kaiser die Erlaubnis, das Dorf Steinbach zu befestigen und das Stadtrecht auszurufen.

Danach wechselte das Lehn an der Burg mehrfach. Es sind die Namen Raban von Helmstadt, von Dalheim, Eberhard von Sickingen, Matheus Rammung und Philipp von Massenbach zu finden.

1467 verkauft Bischof Mathias an Lutz Schott, Ritter und Amtsmann zu Weinsberg, das "Schloß Hornberg".

1474 wird der Hornberg, nachdem Lutz einige Ausbauten durchgeführt hatte, vom "bösen pfälzer Fritz" eingenommen. Pfalzgraf Philipp, Sohn des Fritz, verschreibt den Hornberg seinem Vogt, Ritter Simon von Balzhofen und später an Raban von Helmstadt. Als dieser stirbt, fällt sie wieder zurück an Philipp, der sie fortan verpfändet.

1504 in der sogenannten "bayrischen Fehde" findet Conz Schott, Sohn des Lutz, endlich Gelegenheit, die Anlage dem bedrängten Pfalzgrafen wieder zu entreißen.

1512 wird ihm das Eigentum an der Burg von Seiten des Bischofs von Speyer bestätigt.

1517 verkauft Conz die Burg an Götz von Berlichingen. Bei der Übergabe der Restsumme versucht Conz den Götz gefangen zu nehmen, was ihm mißlingt. Fortan führt Conz ein Räuberleben.

Das Leben des Götz und seiner Familie auf dem Hornberge war beprägt von unzähligen Fehden und Kriegen. Mehrfach mußte Götz in Gefangenschaft, weil er zum einen für den Herzog von Württemberg die Feste Mockmühl verteidigte, die nur durch eine argwohnige List fiel oder zum anderen er als Anführer der Bauern in den Bauernkriegen aus gemacht und verurteilt wurde. Schließlich mußte er das Gelübt ablegen, nie wieder seine Gemarkung zu verlassen und ein Pferd in Rüstung zu besteigen. 16 Jahre hielt er sich an diesen Schwur, bis in Kaiser Karl V. davon entband und seine Kriegsdienste rief.

1562 stirbt Götz im hohen Alter von 82 Jahren auf dem Hornberg. Vor seinem Tod diktiert er einem Pfarrer seine Geschichte, die später Wolfgang von Goethe als Vorlage für sein berühmtes Meisterwerk dient. In der berlichingen'schen Familiengruft im Kloster Schöntal an der Jagst befindet sich seine Grabstätte mit seinem sehenwerten Epitaph. Sein Sohn Hans Jakob erbt den Hornberg.

1567 stirbt Hans Jakob. Sein ältester Sohn Gottfried erhält die Burg für sich und seine Brüder zu Lehen, jedoch bei einer späteren Teilung kommt sie an Philipp Ernst von Berlichingen. Aufgrund von Schulden muß auch er sie wieder verkaufen und findet in Heinrich von Heußenstein einen Käufer.

1597 regelt ein kaiserlicher Erlaß die Streitigkeiten und Fehden um Zimmern und den Hornberg, die aufs neue entbrannt waren.

1606 wird die Burg an Reinhard von Gemmingen verkauft. Aufgrund der störrischen und aufständigen Bauern in dieser Region, war das allgeime´ne Interesse an der Burg nicht sehr groß. Reinhard wird beschrieben als ein gelehrter ( 2 Doktotitel ), reicher und umsichtiger Herr. Er tat viel für die Burg und die Stadt, doch seine Zeit fiel in den 30-jährigen Krieg und so blieb auch er nicht vom Ehlend dieser Zeit verschont.

1634, nach der Schlacht bei Nördlingen, wird der Hornberg verlassen und den kaiserlichen Truppen preisgeben.

1635 kommen Hunger und Pest hinzu. Reinhard ( im Alter von 59 Jahren ) und die Hälfte der Einwohner von Zimmern erlagen der Pest. Die 3 Söhne und 2 Töchter Reinhards teilten sich das reiche Erbe.

1645 wird die Burg abermals von den Kaiserlichen heim gesucht.

1648 erst können sich die Brüder einigen, daß der zweite Sohn Weyprecht ( der Alteste war gestorben ) mit der Burg belehnt wird. Fortan bleibt der Hornberg im Besitz der Familie von Gemmingen, die sich bis heute in 8 verschieden Linien aufteilte.

1689 im pfälzischen Erbfolgekrieg, es wohnte zu dieser Zeit niemand auf der Burg, wurde diese von den französischen Truppen ohne Gegenwehr eingenommen und geschliffen. In den folgenden rund 300 Jahren sind insgesdamt 23 unterschiedliche Namen aus der Linie der von Gemmingen urkundlich als Besitzer
erwähnt.

Der heutige Besitzer Baron Dajo von Gemmingen enstammte der Linie Reinhards von Gemmingen.

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