Wappen von Mudershausen
BURG HOHLENFELS
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Historie

Grundriss

1326 fiel die Herrschaft Neu-Weilnau an die Grafen der Nassau-Walramschen Linie.

In das Jahr 1353 wird der Baubeginn der Anlage gelegt. Graf Johann I. v. Nassau-Weilburg beauftragte den sehr erfahrenen Burgenbauer und Lehensträger Daniel v. Langenau.

Im Oktober 1363 wurde nach mehr als zehnjährigem Streit, dem Burgenbau unter folgenden Bedingungen zugestimmt: Die Burg musste den Diezern immer offen stehen. Die Burgmannen mussten ihnen im Kriegsfall zur Seite stehen und an der Burg durfte keine Stadt errichtet werden. Daraufhin wurde die Burganlage weiter ausgebaut.

1384 starb Daniel v. Langenau und der Besitz ging an seinen einzigen Sohn Hilger.

1412 hinterließ Hilger die Burg seinen beiden Töchtern Agnes (vermählt mit Ritter Johann Romilian von Cobern) und Lyse (verheiratet mit Johann von Eynenberg, Herr zu Landskron). Die Ehemänner übertrugen die Burg als Lehen an Philipp v. Nassau-Saarbrücken. In diesem Zeitraum wurde die Burg zur Ganerbenburg, da mehrere Familienangehörige Besitzansprüche geltend machten.

1464 wurde aufgrund der Besitzverhältnisse ein Burgfrieden zwischen Johann v. Eynenberg, Johann und Ulrich zu Eltz, Johann v. Waldeck, Eckart und Hilliher v. Langenau, Cuno und Philipp v. der Leyen und Heinrich Brömser geschlossen.

1564 wird Wolf v. Mudersbach durch Erbschaft und Kauf der alleinige Besitzer der Burg.

Im 16. Jahrhundert diente die Burg über einen Zeitraum von 5 Jahren als Residenz des Grafen v. Nassau-Weilburg.

Zwischen 1618-48 (30j. Krieg) wurde die Anlage größtenteils zerstört. Die Burg selbst wurde zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr von den Cronbergern bewohnt.

1685, als die Burg in den Besitz von Johann Niklas von Cronberg kam, wurde sie wieder aufgebaut und anschließend bewohnt.

Bis 1704, zum Tod von Tod Niklas, bleibt die Anlage im Besitz der v. Cronberg. Danach fiel die Burg an Nassau zurück.

1713 erweiterten die Nachfolger, die Waldecker, die Anlage und errichteten den barocken Wohnbau.

1802, 1806/07 wurde die Burg in den napoleonischen Kriegen von französischen Soldaten besetzt.

Anfang des 19. Jahrhunderts war die Burg Sitz eines Försters. Seine Nachfahren lebten ca. 100 Jahre auf der Burg.

Bis 1866 gehörte die Anlage den Nassauern. In den nachfolgenden Jahren verfiel die Burg zusehens.

Nach 1866 wurde die Hohlenfels preußische Domäne. In diesem Zeitraum wurden erstmalig Teile der Burg Instand gesetzt.

Nach dem 2. Weltkrieg ging die Burg in den Besitz von Rheinland-Pfalz über.

Bis ca. 1955 wohnten die Nachfahren des Försters auf der Burg.

1978 hat ein Privatmann die Burg erworben.

1979 stürzte die 40m hohe Schildmauer mit dem südlichen Zwingerturm ein.

Quelle: Unterlagen zur Burgführung Xperiment 05. Hohlenfels, 2005.
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